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1 (1892)
Entstehung
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287
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Der Mysticismus.

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Oder daß schöne Mädchen am liebsten durch einen Ritter er-löst werden, der Wagnerianer ist? (Der Fall in den Mei-stersingern.) Oder daß auch verheiratete Frauen gern durch einenRitter erlöst werden? (Der Fall Isoldens.) Oder daß deralte Gott, nachdem er sich moralisch und in jedem Betrachtkompromittirt hat, durch einen Freigeist und einen Jmmora-listen erlöst wird? (Der Fall in den Nibelungen.) Bewun-dern Sie insonderheit den letzten Tiefsinn! Verstehen Sie ihn?Ich hüte mich, ihn zu verstehen."

Das Werk Wagners, das man in der Thatdie Operder Erlösung" nennen kann, istParsifal." Hier können wirWagners Denken bei seinem sinnlosesten Umherschweifen er-tappen. Zwei Personen werden inParsifal" erlöst: KönigAmfortas und Kundry. Der König hat sich von den Reizen Kun-drys bethören lassen und in ihren Armen gesündigt. Zur Strafewurde ihm der zauberkräftige Speer, der ihm anvertraut war,entwunden und er mit dieser heiligen Waffe verwundet. DieWunde klafft und blutet immer und bereitet ihm furchtbare Qual.Nichts kann sie heilen als der Speer selbst, der sie geschlagen.Aber diesen Speer kann nurdurch Mitleid wissend der reineThor" dem bösen Zauberer Klingsor entreißen. Kundry hat einstals junges Mädchen den Heiland auf seinem Leidensgange ge-sehen und gelacht. Zur Strafe muß sie ewig leben, sich verge-bens nach dem Tode sehnen, alle Männer, die ihr nahen, zurSünde verführen. Erlösung vom Fluche kann ihr nur werden,wenn ein Mann ihrer Lockung widersteht. (Einer hat ihrthatsächlich widerstanden, der Zauberer Klingsor. Dennochhat sein siegreicher Widerstand sie nicht erlöst, wie er dochsollte. Warum? Das verräth Wagner mit keiner Silbe.)Derjenige, der beiden Verfluchten die Erlösung bringt, ist Par-sifal. Derreine Thor" hat keine Ahnung davon, daß erbestimmt ist, Amfortas und Kundry zu erlösen, und er duldetbei der Heilsthat weder besonderes Leid noch setzt er sich ir-