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1 (1892)
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Der Mysticismus.

Zustand der zukünftigen Menschheit" nur mit Gewalt herbei-geführt werden könne. (S. 228.)Durch das rothe Meermuß auch uns die Noth treiben, sollen wir, von unserer Schmachgereinigt, nach dem gelobten Lande gelangen. Wir werden inihm nicht ertrinken, es ist nur den Pharaonen dieser Weltverderblich, die schon einst mit Mann und Maus . . . drin ver-schlungen wurden, die übermüthigen, stolzen Pharaonen,die da vergessen hatten, daß einst ein armer Hirtensohn durchseinen klugen Rath sie und ihr Land vor dem Hungertodebewahrte."

Neben der anarchistischen Verbitterung beherrscht eine andereEmotion das ganze bewußte und unbewußte Geistesleben Wag-ners: die geschlechtliche. Er ist sein Leben lang ein Erotiker(im Sinne der Jrrenheilkunde) gewesen und alle seine Vor-stellungen drehen sich um das Weib. Die gewöhnlichsten undvom geschlechtlichen Gebiet am fernsten abliegenden Anre-gungen erwecken in seinem Bewußtsein unfehlbar üppige Bildererotischen Charakters und der Zug der automatischen Jdeen-Assoziation ist bei ihm immer nach diesem Pole seines Denkensgerichtet. Man lese darauf hin diese Stelle aus demKunst-werk der Zukunst" (S. 44), wo er die Beziehungen der Tanz-,Ton- und Dichtkunst zu einander darzulegen sucht:Beim An-schauen dieses entzückenden Reigens der ächtesten, adeligstenMusen, des künstlerischen Menschen" (?), »gewahren wir jetztdie drei, eine mit der andern liebevoll Arm in Arm bis anden Nacken verschlungen; dann bald diese, bald jene einzeln,wie um der andern ihre schöne Gestalt in voller Selbststän-digkeit zu zeigen, sich aus der Verschlingung lösend, nur nochmit der äußersten Handspitze die Hände der anderen berührend;jetzt die eine, vom Hinblick auf die Doppelgestalt ihrersestumschluugenen beiden Schwestern entzückt, ihr sich nei-gend; dann zwei, vom Reize der einen gerissen" (!),hul-digungsvoll sie grüßend, um endlich Alle, fest umschlungen.