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1 (1892)
Entstehung
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277
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Der Mysticismus.

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Wer wird jedoch wiederum der Darsteller sein? Nothwendigdie Genossenschaft aller Künstler." Wenn das über-haupt einen Sinn hat, so kann es nur der sein, daß künf-tig das Volk gemeinsam seine Dramen dichten und dar-stellen wird, und daß Wagner wirklich dies gemeint hat,beweist er, indem er (S. 225) dem von ihm vorausgesetztenEinwande, daß also der Pöbel der Schöpfer des Kunstwerksder Zukunft sein solle, mit den Worten entgegentritt:Bedenkt,daß dieser Pöbel keineswegs ein normales Produkt der wirkli-chen menschlichen Natur ist, sondern vielmehr das künstlicheErzeugniß eurer unnatürlichen Kultur daß alle die Lasterund Scheußlichkeiten, die euch an diesem Pöbel anwidern, nurdie verzweiflungsvollen Gebärden des Kampfes sind, den diewirkliche menschliche Natur gegen ihre grausame Unterdrückerin,die moderne Civilisation, führt." Man halte nun gegen dieseAusführungen folgende Stelle aus dem Aufsatze:Was istdeutsch?"'):Daß aus dem Schoße des deutschen VolkesGoethe und Schiller, Mozart und Beethoven erstanden, verführtdie große Zahl der mittelmäßig Begabten gar zu leicht, diesegroßen Geister als von Rechts wegen zu sich gehörig zu betrach-ten, und der Masse des Volkes mit demagogischem Behagenvorzureden, sie selbst sei Goethe und Schiller, Mozart undBeethoven." Aber wer anders hat ihr dies denn vorgeredetals Wagner selbst, der sie, die Masse des Volks, fürdenKünstler der Zukunft" erklärt? Und gerade dieser Wahnsinn,den er in der angeführten Bemerkung selbst als solchen er-kennt, hat einen großen Eindruck auf die Menge gemacht. Siehat das buchstäblich genommen, was Wagner ihrmit demago-gischem Behagen vorgeredet" hat. Sie hat sich wirklich einge-bildet, derKünstler der Zukunft" zu sein, und wir haben eserlebt, daß sich an manchen Orten Deutschlands Vereine bilde-

Richard Wagner, Gesammelte Schriften und Dichtungen. Leipzig,1883. Band 10. S. 08.