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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticisnms.

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auch den Zweckbegriff nicht bilden, denn dann hat der Zweck,der nur in einem Bewußtsein als Gedanke vorhanden sein kann,in Ermangelung eines Weltbewußtseins keine Daseinsstätte, dannist für ihn kein Platz in der Natur. Gibt es aber keinenZweck, dann kann man auch nicht fragen:Wozu lebe ich?"Dann hat das Leben nicht einen vorausbestimmten Zweck,sondern nur noch Ursachen. Wir haben uns dann nur nochum diese zu kümmern, wenigstens um die näheren, unserer Be-trachtung zugänglichen, denn die entfernten und namentlich dieletzten entziehen sich vorerst vollständig unserer Erkenntniß. UnsereFrage muß dann lauten:Warum leben wir?" und wir fin-den unschwer die Antwort auf sie. Wir leben, weil wir wie dieganze erkennbare Natur unter dem Allgesetze der Ursächlichkeitstehen. Diese ist ein mechanisches Gesetz, das keinen vorbe-stimmten Plan und keine Absicht, folglich auch kein Weltbewußt-sein erfordert. Nach diesem Gesetze wurzeln die Erscheinungender Gegenwart in der Vergangenheit, nicht in der Zukunft. Wirleben, weil wir von unseren Eltern gezeugt sind, weil wir vonihnen eine bestimmte Menge Kraft mitbekommen haben, die unsermöglicht, den auf uns einwirkenden Auflösungskräften der Na-tur eine gemessene Weile zu widerstehen. Wie sich unser Lebengestaltet, das ergibt sich aus dem beständigen Gegenspiel unsererererbten organischen Kräfte und der äußeren Einwirkungen. Ob-jektiv betrachtet ist also unser Leben das nothwendige Ergeb-niß der gesetzmäßigen Thätigkeit mechanischer Naturkräfte. Sub-jektiv schließt es eine gewisse Menge Wonnen und Schmerzen insich. Als Wonnen empfinden wie die Befriedigung unsererorganischen Triebe, als Schmerzen deren vergebliches Strebennach Befriedigung. Im gesunden Organismus, der eine hoheAnpassungsfähigkeit besitzt, gelangen nur solche Triebe zur Ent-wickelung, deren Befriedigung, mindestens bis zu einem gewis-sen Grade, möglich und für das Individuum von keinen schlim-men Folgen begleitet ist; in seinem Leben herrschen also die