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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticismus.

kenden und leitenden Geistes im Weltall voraus. Denn was istZweck? Die in der Zukunft liegende beabsichtigte Wirkung der inder Gegenwart thätigen Kräfte. Der Zweck übt auf diese Kräfteeinen Einfluß, indem er ihnen eine Richtung vorzeichnet, erist also selbst eine Kraft. Er kann aber nicht gegenständlich,in Zeit und Raum vorhanden sein, denn sonst würde er auf-hören, ein Zweck zu sein, er würde zu einer Ursache werden,das heißt zu einer Kraft, die sich in den allgemeinen Mecha-nismus der Naturkräfte einstigen würde, und der ganzen Spe-kulation um den Zweck wäre der Boden entzogen. Ist er abernicht gegenständlich, liegt er nicht in der Zeit und im Raume,so muß er, soll man sich ihn überhaupt noch vorstellen können,irgendwo virtuell, als Gedanke, als Plan und Absicht vor-handen sein, dasjenige aber, was eine Absicht, einen Gedanken,einen Plan in sich schließt, nennen wir Bewußtsein und einBewußtsein, das einen Weltplan ersinnt und zu seiner Ver-wirklichung die Naturkräfte mit Absicht verwendet, ist gleichbe-deutend mit Gott. Glaubt man aber an einen Gott, so verliertman sofort das Recht, die Frage aufzuwerfen:Wozu lebeich?" Denn sie ist dann eine freche Anmaßung, ein Versuch deskleinen, schwachen Menschen, Gott über die Schulter zu blicken,Gottes Plan auszukundschaften, sich zur Höhe der All-Erkennt-niß emporzuschwingen. Aber sie ist dann auch unnöthig, dennein Gott kann nicht ohne höchste Weisheit gedacht werden undwenn er einen Weltplan ersonnen hat, so ist dieser gewiß voll-kommen, alle seine Theile sind harmonisch, der Zweck, zu demjeder Mitarbeiter, der kleinste wie der größte, verwendet wird,ist der denkbar beste und der Mensch kann mit voller Ruheund Zuversicht seinen von Gott in ihn gelegten Trieben undKräften entsprechend leben, da er auf alle Fälle eine hohe undwürdige Bestimmung erfüllt, indem er an dem ihm unbekanntengöttlichen Weltplan mitwirkt.

Glaubt man dagegen nicht an einen Gott, so kann man