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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticismus.

licher Vollkommenheit zur liefen Stufe der Bohrmuschel.Die Verknüpfung, die Umsetzung, die Verwechselung der Ge-hörs- und Gesichtswahrnehmungen zu einem Kunst-Grundsatzeerheben, in ihm Zukunft sehen wollen heißt die Umkehr vomMenschen- zum Austern-Bewußtsein als Fortschritt bezeichnen.

Uebrigens ist es eine alte klinische Beobachtung, daß geisti-ger Verfall von Farben-Mystik begleitet ist. Ein GeisteskrankerLegrains i)bemühte sich, das Gute und Schlechte durch dieUnterscheidung der Farben zu erkennen, wobei er von Weißzu Schwarz hinaufging; wenn er las, hatten die Worte(nach ihrer Farbe) einen verborgenen Sinn, den er verstand."Lombroso^) führtSonderlinge" an, diewie Wigman zumDruck ihrer Werke eigens das Papier mit mehreren Farbenauf derselben Seite geschmückt anfertigen ließen. . . Filon be-strich jede Seite des von ihm verfaßten Buches mit einer ver-schiedenen Farbe." Barbey d'Aurevilly, den die Symbolistenals einen Vorläufer verehren. Pflegte Briefe zu schreiben, indenen jeder Buchstabe eines Wortes mit andersfarbiger Tintegemalt war. Die meisten Irrenärzte kennen ähnliche Fälleaus ihrer Erfahrung.

Die zurechnungsfähigsten Symbolisten erklären ihre Be-wegung als eineGegenwirkung gegen den Naturalismus". Einesolche war gewiß berechtigt und nothwendig. Denn der Na-turalismus war in seinen Anfängen, so lange er in Goncourtund Zola verkörpert war, krankhaft, und in seiner spätern Ent-wickelung, unter den Händen der Nachahmer, gemein und gera-dezu verbrecherisch, wie dies weiterhin bewiesen werden soll. Dochist der Symbolismus am wenigsten geeignet, den Naturalismuszu besiegen, weil er noch krankhafter ist als dieser und in derKunst der Teufel nicht durch Beelzebub ausgctrieben werden kann.

Endlich wird noch behauptet, daß der Symbolismusdie

Legrain, a. a O. S. 62.

Lombroso, Genie nnd Irrsinn (deutsche Ausgabe) S. 233.