Druckschrift 
1 (1892)
Entstehung
Seite
219
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Der Mysticismirs.

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bei gewissen Personen ein lichtes oder nicht lichtes Bild wach-rufen kann, das für denselben Buchstaben, dieselbe Klangfarbeder Stimme oder des Tonwerkzeuges, dieselbe Stärke oderHöhe des Tones immer dasselbe ist." Suarez trifft wohl dasRichtige, wenn er sagt:Das Farbenhören" (er nennt espskmäo-pllotostllssie")ist manchmal eine Folge von Jdeen-Assoziation, die in der Jugend entstanden ist, ... manch-mal die einer besonder« Hirnarbeit, deren eigentliche Naturuns unbekannt ist und die eine gewisse Aehnlichkeit mit derSinnestäuschung oder der Halluzination haben dürfte." Mirist es nicht zweifelhaft, daß das Farbenhören immer eine Folgevon Jdeen-Assoziation ist, deren Ursprünge dunkel bleibenmüssen, weil die Verknüpfung gewisser Farben-Vorstellungenmit gewissen Tonempfindungen möglicherweise auf ganz flüch-tigen Wahrnehmungen im frühen Kindesalter beruht, die nichtstark genug waren, um die Aufmerksamkeit zu Wecken, unddeshalb dem Bewußtsein unbekannt geblieben sind. Daß essich um rein individuelle, vom Zufall der Jdeen-Assoziationherbeigeführte, und nicht um organische, auf bestimmten anormalenNerven-Verbindungen beruhende Gesellungeu handelt, wird schondadurch sehr wahrscheinlich gemacht, daß jeder Farbenhörer denSelbstlauten und Tonwerkzeugen eine andere Farbe zuschreibt.Wir haben gesehen, daß für Ghil die Flöte gelb ist. FürL. Hoffmann, den Goethe in seinerFarbenlehre" anführt,ist sie kermesroth. Rimbaud nennt A schwarz. Personen, dieSuarez erwähnt, hörten diesen Selbstlaut blau u. s. w.

Das Verhältnis; zwischen der Außenwelt und dem Lebe-wesen ist ursprünglich ein sehr einfaches. In der Natur findenfortwährend Bewegungen statt und das Protoplasma der leben-den Zelle nimmt diese Bewegungen wahr. Der Einheit derUrsache steht eine Einheit der Wirkung gegenüber. Die niedri-gen Thiere erfahren von der Außenwelt nichts, als daß sichin ihr etwas verändert, vielleicht auch, ob diese Veränderung