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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticismus.

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dieselben Emotionen erwecken, wie wenn es volltönend durchdas Gehör zum Bewußtsein dringen würde. Man versuchedoch, Jemand eine noch so geschickt gewählte Reihe von Wor-ten in einer ihm gänzlich unbekannten Sprache laut lesen zulassen und ihm durch die bloße Klangwirkung eine bestimmteEmotion zu geben! Man wird in jedem Falle finden, daß diesunmöglich ist. Den Werth des Wortes bestimmt sein Sinn, nichtsein Ton. Dieser ist an sich weder schön noch unschön. Erwird es erst durch die Stimme, die ihm Leben gibt. Auseiner Schnapskehle dringend ist selbst das erste Selbstgesprächin GoethesIphigenie" häßlich. Von einer warmgetönten,angenehmen Altstimme gesprochen klingt, wie ich mich über-zeugen konnte, selbst Hottentottisch sehr hübsch.

Noch toller ist das Delirium einer Unterabtheilung derSymbolisten, derJnstrumentisten", deren Wortführer RensGhil ist. Sie knüpfen an den Laut eine bestimmte Farben-Empfindung und fordern, daß das Wort nicht nur eine mu-sikalische Emotion erwecke, sondern gleichzeitig als Farben-Harmonie ästhetisch wirke. Seinen Ursprung hat dieser Wahn-sinn in einem viel angeführten Sonnette von Arthur Rim-baud,Iws vo^sllss" (die Vokale), dessen erster Vers lautet:A schwarz, e weiß, i roth, ü grün, o blau." Morice^) be-zeugt ausdrücklich, woran ein Mensch mit gesundem Verständeohnehin nicht zweifeln wird, daß Rimbaud sich einen jeneralbernen Scherze machen wollte, auf die der Schwach- undBlödsinnige häufig zu verfallen Pflegt. Einige seiner Kameradennahmen das Sonnett aber grimmig ernst und leiteten eineKunsttheorie daraus ab. Rens Ghil gibt in seinem BucheMar-ts ckn vsrbs" (Abhandlung vom Worte") die Farbenwerthe,nicht blos der einzelnen Selbstlaute, sondern auch der Ton-werkzeuge an.Ihre Herrschastlichkeit feststellend, sind dieHarfen weiß. Und blau sind die Geigen, häufig von einemV Morice. a. a. O. S. 321.