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1 (1892)
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Der MysticiSmus.

noch Philomnestes in seinemiH lons littsraires" führtBeispiele vollständigerer Verdrehtheit an, als man sie in diesemBuche auf jeder Seite findet. Man würdige etwa folgendesGlaubensbekenntniß von Morice^):Obwohl man in diesemBuche bloßer Aesthetik dennoch einer auf Metaphysik gegrün-deten Aesthetik sich möglichst des reinen Philosophirens zuenthalten gedenkt, muß man doch eine annähernde Umschreibungeines Wortes geben, das man mehr als einmal anwendenwird und das in dem Hauptsinn, in welchem es hier genommenwird, nicht unumschreibbar ist. Gott ist die erste und allge-meine Ursache, das endliche und allgemeine Ende, das Band derGeister, der Schneidepunkt, wo zwei Gleichlaufende sich begeg-nen würden, die Erfüllung unserer Neigungen, die Vollendung,die den Herrlichkeiten unserer Träume entspricht, die Abstrak-tion selbst des Konkreten, das ungesehene und ungehörte unddennoch gewisse Ideal unserer Forderungen der Schönheit in derWahrheit. Gott ist pur axoallanos das eigentliche Wort,das eigentliche Wort, das heißt jenes unbekannte und gewisseWort, von dem jeder Schriftsteller die unbestreitbare, aber un-unterscheidbare Vorstellung hat, das selbstersichtliche und ver-borgene Ziel, das er niemals erreichen wird und dem er sichmöglichst nähert. In so zu sagen praktischer Aesthetik ist erder Luftkreis von Freude, wo sich der Geist tummelt, derSieger ist, weil er das unüberwindliche Mysterium zu denunvergänglichen Symbolen überwunden hat." Daß Theologendiesen unvergleichlichen Galimathias ganz verständlich findenwerden, bezweifle ich keinen Augenblick lang. Wie alle My-stiker entdecken sie in jedem Laut einen Sinn, das heißt sieüberreden sich und Andere, daß die Nebelvorstellungeu, welcheder Laut durch Jdeen-Assoziation in ihrem Gehirn erweckt,der Sinn dieses Lautes sei. Wer aber von Worten fordert,daß sie die Vermittler bestimmter Gedanken seien, der wird

') Morice, a. a. O. S. 30.