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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticismus.

gange fließen aus derselben Quelle, aus der angeborenenSchwäche des Gehirnes.

Freilich haben die Bierbrüder der Cafes nicht das Bewußt-sein ihrer geistigen Krüppelhaftigkeit. Für ihr Unvermögen,sich irgend einer Zucht zu unterwerfen und irgend einer Ar-beit dauernde Sammlung und Aufmerksamkeit zu widmen, findensie Kosenamen und schmückende Bezeichnungen. Sie nennendasKünstlernatur",frei schweifende Genialität,"Aufschwungaus dem niedrigen Dunstkreise der Alltäglichkeit." Sie verspot-ten den flachen Philister, der wie der Gaul des Göpels me-chanisch eine regelmäßige Thätigkeit verrichtet, und verachten diebeschränkten Knoten, die fordern, daß ein Mann ein wohlum-schriebenes bürgerliches^ Gewerbe, betreibe oder einen anerkann-ten Titel aufweise, und die den brodlosen Künsten tiefes Miß-trauen cntgegenbringen. Sie verherrlichen die fahrenden Leute,die lyrisch strömen und sorglos fechten, und stellen als ihr Idealden Sonnenbruder hin, der sich im Morgenthau wäscht, unterBlumen schläft und sich bei derselben Firma kleidet wie dieLilien auf dem Felde, von denen das Evangelium spricht. Ri-chepins Gedichte:Cllansoir ävs Ouonx," sind der typischsteAusdruck dieser Lebensauffassung, dem wir auch in unserm Schrift-thum ein allerdings minder scharf ausgeprägtes Beispiel inBaumbachsLiedern eines fahrenden Gesellen" undSpiel-mannsliedern" an die Seite stellen können. Auch SchillersPegasus im Joch" scheint am Strange dieser Schmäher desvon der Gesellschaft geforderten Tagwerks zu ziehen; doch thuter dies nur scheinbar; denn unser großer Dichter nimmt nichtfür den ohnmächtigen Faulpelz Partei, sondern für die über-schäumende Kraft, die mehr und größeres wirken möchte alsder Amtsdiener und Nachtwächter.

Der kunstheuchelnde Bummler kann sich übrigens trotzseiner Geistesschwäche und Selbstverliebtheit der Wahrnehmungnicht verschließen, daß sein Thun und Treiben den Gesetzen