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1 (1892)
Entstehung
Seite
149
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Der Mysticismus. 149

um es zu lieben, und Thränen sind sein Spiegel tief unten indeinem Herzen."^)

Die Eigenthümlichkeit derartiger Wortreihen ist, daß jedeseinzelne Wort für sich einen emotionellen Inhalt hat (wieHerz",Laube",fliehen",fallen",Blume",zerrissen",dunkel", »lieben",Thränen" n. s. w.) und daß sie einanderin einem wiegenden Rhythmus und mit ohrschmeichelndemReimklange folgen. Sie erwecken also im emotiven und unauf-merksamen Leser leicht eine allgemeine Emotion, wie eine Reihemusikalischer Töne einer Molltonart auch, und der Leser bildetsich ein, die Strophe zu verstehen, während er thatsächlich nurseine eigene Emotion nach seinem Bildungsgrade, seinem Cha-rakter und seinen Lese-Erinnerungen deutet.

Außer Dante Gabriel Rossetti werden gewöhnlich auch Swin-burne und Morris zu den präraphaelitischen Dichtern gerechnet.Die Aehnlichkeit dieser beiden mit dem Haupte der Schule ist abernur eine entfernte. Swinburne ist ein »höherer Entarteter" imSinne Magnans, während Rossetti zn den Schwachsinnigen(Jmbecillen) Solliers gerechnet werden muß. Swinburne istnicht so emotiv wie Rossetti, aber er steht geistig sehr vielhöher als dieser. Seine Gedanken sind falsch und häufigdelirirend, aber er hat doch Gedanken und sie sind klar und zu-sammenhängend. Er ist mystisch, doch hat sein Mystizismusmehr den Charakter des Verderbten und Verbrecherischen als

') kosms. S. 247:

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