Der Mysticismns,
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Rossetti will, ist leicht zu erkennen. Bei ihm wiederholt sichder Denkvorgang, den wir in Holman Hunts Bilde: „DerSchatten des Todes" kennen gelernt haben. Wie er selbstbeim Gedanken an Helena in Sparta durch Jdeen-Asso-ziation ans die Vorstellung der späteren Geschicke Trojasgeräth, so soll der Leser, während er die junge, von ihrerSchönheit berauschte Königin noch in Sparta sieht, gleich-zeitig das Bild der entfernten tragischen Folgen ihres Liebes-verlangens gegenwärtig haben. Aber er versucht nicht, dieseLeiden Vorstellungskreise vernünftig zu verknüpfen, sondern sprichtzwischendurch litaneiartig eintönig immer wieder dieselben ge-heimnißvollen Anrufungen Trojas vor sich hin, während erden Auftritt im Venustempel zu Sparta erzählt. Sollier^)verzeichnet diese Eigenthümlichkeit bei Schwachsinnigen. „DieIdioten", sagt er, „schieben Worte ein, die gar keinen Zu-sammenhang mit dem Gegenstände haben." lind weiterhin:„Beim Idioten wird das Wiederholen" (1a rakmolmAö) „zueinem wahren Tic."
In einem andern, sehr berühmten Gedichte, „Läan dovor",?)bas von der Präadamitin Lilith, ihrem Geliebten, der Eden-Schlange, und ihrer Rache an Adam handelt, werden in 49Strophen immer hinter den ersten Vers abwechselnd die Li-tanei-Worte „Däsn llorvor's in üovsr" und o tlls llorvoranä tlls llonr" eingeschoben. Wohlverstanden: zwischen dieseman sich völlig sinnlosen „Die Eden-Laube ist in Blüthe", „Und
9 Kollier, ks^olwloß'ie äs l'läiot et äs I'Imdseile. S. t84
Vergleiche auch Lombroso, Genie und Irrsinn, deutsche Ausgabe,S. 233: „Die Graphomanen haben mit den geradezu Wahnsinnigen nocheine andere Neigung gemein, sic lieben es, häufig dasselbe Wort. . . zuwiederholen und mitunter mehr denn hundertmal auf demselben Blatt er-scheinen zu lassen. In einem von Passanante geschriebenen Kapitel findetsich ungefähr !30mal das Wort riprovats, tadelt."
2) koems. S. 31.
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