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Der Mysticisnms.
eine herrschende Gruppe der letzteren bestehen. Im Sehen un-terdrückt die Aufmerksamkeit einen Theil der Erscheinungendes Sehfeldes, um blos den Theil, der eben ins Auge gefaßtwird, deutlich wahrzunehmen. Betrachten heißt, einen Gegen-stand scharf sehen und die übrigen nicht beachten. Der Malermuß betrachten, wenn er uns deutlich machen will, welche Er-scheinung ihn gefesselt hat und was sein Bild uns zeigen soll.Wenn er nicht bei einem bestimmten Punkte des Sehfeldesbetrachtend verweilt, sondern das ganze Sehfeld gleichmäßigvorträgt, so können wir nicht errathen, was er uns eigentlichsagen wollte und worauf er unsere Aufmerksamkeit zu lenkenwünschte. Eine solche Malerei ist der unzusammenhängendenRede des Geistesschwachen gleichzustellen, der nach dem Gangeder Ideen-Assoziation schwatzt, aus dem Zehnten ins Hun-dertste geräth und weder selbst weiß, wo er eigentlich hinans-will, noch es uns klar machen kann; sie ist gemalte Faselei,Echolalie mit dem Pinsel.
Aber gerade diese Malweise hat auf die zeitgenössischeKunst Einfluß gewonnen. Sie ist der präraphaelitische Beitragzu deren Entwickelung. Auch die nicht mystischen Maler lerntendas Beiwerk genau betrachten und ehrlich wiedergeben, wobeisie allerdings klüglich vermieden, in den Fehler ihrer Vorbil-der zu verfallen und die Einheitlichkeit ihres Werkes aufzu-heben, indem sie auch dessen fernste Hintergründe mit peinlichsauber gemalten Stillleben füllten. Die botanisch richtig vor-getragenen Rasenstücke, Blumen und Bäume, die geologischwahren Felsen, Bodenflächen und Bergbildungen, die deutlichenTeppich- und Wandtapeten-Muster, die wir in den neuen Bil-dern finden, sind auf Ruskin und die Präraphaeliten zurück-zuführen.
Diese Mystiker glaubten Geistesverwandte der Primi-tiven zu sein, weil sie wie diese religiöse Bilder malten.Aber das war eine Selbsttäuschung. Giotto, Cimabue, Fra