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1 (1892)
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Der Mysticismus.

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dem ersten Lallen eines blühenden Kindes und dem Stammelneines gehirnerweichten Greises, zwischen kindlich und kindisch.Aber diese Rückkehr zu den Anfängen, diese Ziererei der Einfalt,dieses Kindchen-Spielen in Wort und Geberde, ist eine häu-fige Erscheinung bei Geistesschwachen und wir werden sie nochoft bei den mystischen Dichtern antreffen.

Der Lehre ihres theoretischen Meisters Ruskin gemäß be-ginnt für die Präraphaeliten mit Rafael der Verfall derKunst. Aus einleuchtenden Gründen. Giotto und Cimabuenachzuahmen ist verhältnismäßig leicht. Um Rafael nachzuah-men, muß man selbst vollendet zeichnen und malen könnenund das konnten die ersten Mitglieder der Verbrüderung ebennicht. Ferner lebte Rafael im schönsten Augenblicke der Re-naissance. Das Morgenroth des neuen Denkens strahlt insein Dasein und seine Werke. In seiner Geistesfreiheit einesaufgeklärten Cinquecentisten malte er nicht mehr blos relcstöse,sondern auch mythologische und geschichtliche, die Mystiker sagen:weltliche Stoffe. Seine Gemälde rufen nicht mehr blos dieGlaubensandacht, sondern auch den Schönheitssinn an. Siesind nicht mehr ausschließlich Gottesdienst, folglich, sagt Rus-kin und wiederholen seine Jünger, sind sie Teufelsdienst unddarum verwerflich. Endlich entsprach es der das Denken derSchwachsinnigen beherrschenden Neigung zum Widerspruch, zurLeugnung des Offenkundigen, daß sie gerade den Satz derKunstgeschichte für falsch erklärten, den man als ihren unan-fechtbarsten ansah. Alle Welt sagte seit drei Jahrhunderten:Rafael ist der Höhepunkt der Malerei." Darauf antwortetensie:Rafael ist der Tiefstand der Malerei." Und so kam es,daß sie in die Bezeichnung, die sie sich beilegten, gerade dieAnspielung auf Rafael und nicht auf einen andern Meisteroder einen andern Abschnitt der Kunstgeschichte aufnahmen.

Folgerichtigkeit, Einheitlichkeit ist vom mystischen Denkennicht zu erwarten. Es entspricht seiner Natur, sich in bestän-

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