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1 (1892)
Entstehung
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Der Myslicismus.

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Besitz zu vertheidigen; leiblichen Zwang kann sie bei der star-ren Unabhängigkeit des englischen Volkes nicht anwenden,sie Pflegt also von jeher die geistigen Gewaltmittel, durch welchesie die niedrigeren Kasten unterwürfig und fügsam erhalten kann,und unter diesen ist die Religion weitaus das wirksamste.

So erklärt sich die Gläubigkeit der Engländer und zugleichder religiöse Charakter ihrer Geistesentartung. Das erste Er-gebnis der epidemischen Degeneration und Hysterie war die Ox-forder Bewegung der Dreißiger und Vierziger Jahre. Wysemanverdrehte alle schwachen Köpfe, Newman ging zum Katholizis-mus über, Pusey kleidete die ganze englische Hochkirche in rö-mische Tracht. Der Spiritismus kam bald darauf und es istbezeichnend, daß alle Medien theologische Redensarten imMunde führien und über Paradies und Hölle Aufschlüsse ga-ben. Die,,Revival-"Versammlungen der Siebenziger Jahre unddie heutige Heilsarmee sind die unmittelbare Fortsetzung derOxforder Strömung, nur dem niedriger» Bildungsgrad ihrerTheilnehmer angemessen verschlammt und verpestet. In derKunst aber suchte die Glaubensschwärmerei der entarteten undhysterischen Engländer ihren Ausdruck im Präraphaelismus.

Eine sichere Bestimmung des Vorstellungsiuhaltes diesesWortes ist nicht möglich, denn es ist von Mystikern erfundenund theilt mit allen neuen Wortbildungen der Geistesschwachenund Geistesgestörten die Eigenschaft der Verschwommenheit undVieldeutigkeit. Die ersten Mitglieder der Verbrüderung glaub-ten in den Künstlern des vierzehnten und fünfzehnten Jahr-hunderts, in den Vorgängern der großen Genies aus der um-brischen und venezianischen Schule, mit ihnen gleichgestimmteGeister zu entdecken, sie nahmen sich eine kurze Zeit lang ihreMalweise zum Muster und schufen die Bezeichnung „Prära-phaeliten", die ihnen sehr gefallen mußte, weil die Vorsilbe„prae" Vorstellungen von Uraltem, Entferntem, kaum Wahr-nehmbarem, geheimnißvoll Schattenhaftem erweckt. Bei dem