Der Mysticismus.
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nicht mehr die Erkennungs-Buchstaben hinzu. Sie bildeten nichtmehr einen geschlossenen Verein, in den man förmlich ausge-nommen wurde, sondern nur noch einen losen Freundeskreis mitgemeinsamen Neigungen, den Zu- und Abgänge fortwährendumgestalteten. So näherten sich ihnen Burne Jones und MadoxBrown, die ebenfalls für „Präraphaeliten" gelten, obschou sieder ursprünglichen k. L." nicht angehört hatten. Späterwurde die Bezeichnung von bildenden Künstlern auf Dichter aus-gedehnt und man versteht unter den Präraphaeliten im Schrift-thum außer D. G. Rossetti, der bald den Pinsel mit der Federvertauschte, Algernon Charles Swinburn und William Morris.
Welches sind die treibenden Gedanken und Ziele der prä-raphaelitischen Bewegung? Ein englisch-deutscher Kritiker vonRang, F. HüfferJ) glaubt diese Frage zu beantworten, wenner sagt: „Ich möchte diese Bewegung die Wiedergeburt mit-telalterlicher Gefühlsweise nennen." Abgesehen davon, daß dieseWorte eigentlich nichts bedeuten, da Jeder sich unter „mittel-alterlicher Gefühlsweise" denken kann, was er will, ist derHinweis auf das Mittelalter überhaupt nur eine Hervorhe-bung der alleräußerlichsten Begleiterscheinung des Präraphae-lismus und läßt dessen inneres Wesen gänzlich unberührt.
Es ist richtig, daß die Präraphaeliten in Bild und Worteine gewisse Vorliebe, allerdings keine ausschließliche, für dasMittelalter verrathen, doch ist das Mittelalter ihrer Gedichteund Gemälde nicht das geschichtliche, sondern ein fabelhaftes,eine einfache Bezeichnung für das, was außerhalb der Zeit unddes Raumes liegt, eine Traumzeit und ein Traumland, inwelches alle unwirklichen Gestalten und Handlungen bequemverlegt werden können. Daß sie ihrer außerirdischen Welt ei-nige Züge andichten, welche entfernt an Mittelalterliches er-innern mögen, daß sich in ihr Königinen und Ritter, Edel-
koeins Dante Oabrisl Roesstti. zvitt» a msmoir ok tltösntlior l>z- kranr Ilütksr. DechaiK, 1873. S. VIII.
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