Druckschrift 
1 (1892)
Entstehung
Seite
112
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Der Mysticisimis.

N2

barstem Zusammenhang zu erkennen, und führt ihn dazu,ihnen als Ursache irgend eine der unfaßbaren Nebelvor-stelluugen unterzulegeu, die in seinem Bewußtsein wogen undwallen.

Diese Kennzeichunng des Mystikers paßt auf keine Meuschen-erscheinung in der Kunst und Dichtung des Jahrhunderts sovollständig wie auf die Urheber und Fortsctzer derpräraphae-litischen Bewegung" in England. Die Geschichte dieser Be-wegung kann, wenigstens in ihren Umrissen, als bekannt vor-ausgesetzt werden und es sei hier nur kurz an ihreHauptzüge erinnert. Drei Maler, Dante Gabriel Nossetti,Holman Hunt und Millais, traten im Jahre 1848 zu einemBunde zusammen, der sichPräraphaelitische Verbrüderung,"Urorupirg-olitio Ilrotiisrirooci" nannte. Als die Gruppe

sich gebildet hatte, schlossen sich ihr die Maler F. G.Stephens und James Collinson und der Bildhauer ThomasWoolner an. Sie stellten im Frühling 1849 in Londoneine Anzahl Gemälde und Statuen aus, die alle außer demNamenszuge des Urhebers die gemeinsame BezeichnungU.U.U."trugen. Der Erfolg war niederschmetternd. Das Publikum,dem noch keine hysterischen Fanatiker den Glauben an die Schön-heit diese Werke tyrannisch aufgenöthigt hatten und das auchnoch nicht unter der Herrschaft der von den ästhetischen Snobserfundenen Mode stand, ihre Bewunderung als Merkmal derVornehmheit und der Zugehörigkeit zu einem engen und aus-schließlichen Kreise von Geschmacksadeligen anzusehen, trat ihnenunvoreingenommen gegenüber und fand sie unverständlich unddrollig. Ihre Betrachtung erweckte ein unauslöschliches Ge-lächter bei den Gutgelaunten und Grimm bei den Griesgrä-migen, die sich ärgern, wenn sie sich zum Narren gehaltenglauben. Die Verbrüderung erneuerte ihren Versuch nicht. DieL>. ^."-Ausstellung erlebte keine Wiederholung. Der Bundselbst löste sich auf. Seine Mitglieder fügten ihren Namen