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Der Mystizismus.
führen, der wird die Unmöglichkeit erkannt haben, ihn bei derStange zu halten, von ihm einen folgerichtigen Schluß zu er-langen, ihm' eine Thatsache oder ein Causalverhältniß begreif-lich zu machen. Wenn die Verknüpfung der Vorstellungennicht blos nach den Eindrücken des Gehirns, nicht nach derreinen Klangähnlichkeit, sodern auch nach den übrigen Gesetzender Ideen-Assoziation geschieht, dann kommen jene Neben-einanderstellungen von Worten zu Stande, welche der Un-kundige als „originelle Ausdrucksweise" bezeichnet und dieihrem Urheber den Ruf eines „brillanten" Plauderers oderSchriftstellers verschaffen. SollieiU) führt einige bezeichnendeBeispiele der „originellen" Ausdrucksweise von Schwachsinnigenan. Einer sagte seinem Kameraden: „Du siehst aus wieein Gerstenzucker in Ammenschaft." Ein anderer drückte denGedanken, sein Freund mache ihn lachen, daß er denSpeichel nicht znrückhalten könne, so ans: „Du machst michHutdeckel geifern." Die Aneinanderreihung von Wörtern, diesinngemäß gar nicht oder nur entfernt zusammengehören, istin der Regel ein Beweis von Jmbecillität, obschon sie häufiggenug verblüfft und lachen macht. Die Geistreichigkeit, dieman in Paris als „Blague" oder „Boulevard-Esprit" bezeich-net, erkennt der Psychologe als Schwachsinn. Auch daß diesermit künstlerischen Neigungen Hand in Hand geht, leuchtet ein.Alle Berufe, welche Kenntniß der Wirklichkeit und Anpassungan sie erfordern, setzen Aufmerksamkeit voraus. Diese fehltdem Schwachsinnigen, er ist also für die ernsten Berufe un-tauglich. Gewisse künstlerische Beschäftigungen, namentlichsolche untergeordneter Art, sind dagegen mit ungezügelter Jdeen-Assoziation, Träumerei, ja Gedankenslncht vereinbar, weil sienur eine sehr geringe Anpassung an die Wirklichkeit erheischen,
') Or. Paul Sollier, ks^obolvAis äs l'läiot st, äs l'Imbssils.Paris, 1891. S. 153.