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1 (1892)
Entstehung
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Der Mysticismus.

Die Gesittung, die Herrschaft über die Naturkräfte sindeinzig das Ergebniß der Aufmerksamkeit, alle Jrrthümer, allerAberglaube eine Folge ihres Mangels, Falsche Vorstellungenvom Zusammenhänge der Erscheinungen entstehen durch derenmangelhafte Beobachtung und werden durch genauere Beo-bachtung berichtigt. Beobachten heißt aber nichts anderes, alsdem Hirn absichtlich bestimmte Sinneseindrücke zuführen unddadurch eine Gruppe von Vorstellungen zu solcher Stärke undHelligkeit steigern, daß sie im Bewußtsein die Vorherrschafterlangen, durch Jdeen-Assoziation die zu ihnen passendenErinnerungsbilder wecken, die mit ihnen unvereinbaren unter-drücken kann. Beobachtung, die allen Fortschritten zu Grundeliegt, ist also die durch die Aufmerksamkeit bewirkte Anpassungder Sinnesorgane und ihrer Wahrnehmungs-Zentren an eineim Bewußtsein vorherrschende Vorstellung oder Gruppe vonVorstellungen,

Der Zustand der Aufmerksamkeit läßt im Bewußtsein keineDunkelheit bestehen. Denn der Wille verstärkt jede auftanchendeVorstellung entweder zu voller Helle und Deutlichkeit oder wenner dies nicht kann, so löscht er sie vollständig aus. Das Be-wußtsein des gesunden, Willensstärken und in Folge dessen auf-merksamen Menschen gleicht einem taghell beleuchteten Raum,in welchem das Auge alle Gegenstände deutlich sieht, alleUmrisse scharf sind und nirgends unbestimmte Schattenschwimmen.

Aufmerksamkeit hat somit Willensstärke zur Voraussetzungund diese wieder ist nur einem normal gebauten und nicht er-müdeten Gehirn eigen. Dem Degenerirten, dessen Gehirn undNervensystem durch angeborene Bildungsmängel oder Unregel-mäßigkeiten gekennzeichnet sind, dem Hysteriker, den wir als einenErschöpften kennen gelernt haben, fehlt der Wille ganz oderer besitzt ihn nur in verminderter Stärke. Die Folge derWillensschwäche oder Willenlosigkeit ist die Unfähigkeit, auf-