Druckschrift 
1 (1892)
Entstehung
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Der MysticiSmus.

keine Jdeen-Assoziation walten, das also mir solche Be-griffe bilden würde, deren Inhalt die unmittelbaren Sinnes-wahrnehmungen und die Vorstellungen wären, welche in denZellen entstehen, die durch den Zufall der Nachbarschaft inden Kreis einer Reizwelle zu liegen kommen. Dem Gehirn,das mit Jdeen-Assoziation arbeitet, genügt die Wahrnehmungeines Lichtstrahls, eines Tones, um im Augenblicke die Vor-stellung des Gegenstandes, von dem diese Sinneserregung ans-geht, und seiner Beziehungen in Zeit und Raum zu bilden,diese Vorstellungen zu Begriffen zu verknüpfen und aus denBegriffen ein Urthcil zu erlangen. Dem Gehirn ohne Jdeen-assoziation würde jene Wahrnehmung eben nur die Vorstel-lung geben, daß es etwas Helles oder Tönendes vor sich habe,daneben würden Vorstellungen erwachen, die mit dem Hellenund Tönenden nichts gemein haben, es Hürde sich von demErreger des Sinnes gar kein Bild machen können, sondernerst noch eine Reihe weiterer Eindrücke mehrerer oder allerSinne erlangen müssen, um die verschiedenen Eigenschaften desGegenstandes, von dem zuerst blos ein Ton oder eine Farbewahrgenommen wurde, kennen zu lernen und sie zn einer einzigenVorstellung zu verknüpfen. Auch dann winde das Gehirn erstwissen, wie der Gegenstand beschaffen ist, also was es vor sichhat, nicht aber, wie er sich zu anderen Dingen verhält, wo undwann er bereits wahrgenommen wurde, von welchen Er-scheinungen -er begleitet war u. s. w. Die so erlangte Kennt-niß des Gegenstandes wäre also zur Bildung eines richtigenUrtheils noch gänzlich ungeeignet. Man sieht nun, welchengroßen Vortheil die Jdeen-Assoziation dem Organismus imKampf ums Dasein gewährte und welchen Ungeheuern Fort-schritt in der Entwickelung des Gehirns und seiner Thätigkeitihre Erlangung bedeutete.

Dies ist aber nur mit einer Einschränkung wahr. DieJdeen-Assoziation an sich erleichtert dem Gehirn seine Aufgabe