Der Mysticismus.
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der Urworte"J sichergestellt. Die Gegensätzlichkeit ist die dritteUrsache von Jdeen-Assoziationen.
Viele Erscheinungen treten in demselben Raume neben odernach einander ans und wir gesellen die Vorstellung des gegebenenRaumes mit derjenigen der Gegenstände, denen er zum Rahmenzu dienen pflegt. Gleichzeitigkeit, Aehnlichkeit, Gegensätzlichkeitund Auftreten in demselben Raume sind also nach Wuudt dievier Bedingungen, unter welchen die Erscheinungen in unsermBewußtsein durch Jdeen-Assoziation verknüpft werden. Ihnenglaubte James Sully^) noch eine fünfte hinzufügen zu sollen:das gemeinsame Wurzeln von Vorstellungen in derselben Emotion.Doch läßt sich in allen von dem ausgezeichneten englischen Psycho-logen angeführten Beispielen ungezwungen das Walten eines odermehrerer der Wundt'schen Gesetze Nachweisen.
Damit ein Organismus sich erhalten könne, muß er imStande sein, sich die Natnrkräfte nutzbar zu machen undsich vor den Schädlichkeiten jeder Art zu bewahren. Dieskann er nur, wenn er Kenntniß von diesen Schädlichkeiten undvon den zu benutzenden Natnrkräften hat, und er kann es umso besser und sicherer, je vollständiger diese Kenntniß ist. Imhöher differenzirten Organismus fällt dem Gehirn und Ner-vensystem die Aufgabe zu, die Kenntniß von der Außenwelt zuerwerben und zum Vortheile des Organismus zu verwerthen.Ermöglicht wird dem Gehirn die Erfüllung seiner Aufgabedurch das Gedächtnis; und der Mechanismus, durch welchendas Gedächtnis; dem Zwecke der Erkenntmiß dienstbar gemachtwird, ist die Jdeen-Assoziation. Denn es leuchtet ein, daß einGehirn, in dem eine einzige Wahrnehmung durch die Wirkungder Jdeenassoziation eine ganze Reihe von zusammenhängen-den Vorstellungen erweckt, sehr viel rascher erkennen, be-greifen und urtheilen wird als ein solches, in welchem
') Carl Abel, lieber den Gegensinn der Urworte. Leipzig, 1884.
2 ) tlnmss Lullz-, Illusion«. London, 1881 ^
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