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1 (1892)
Entstehung
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81
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Der Mysticismus

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es sind immer dieselben Nervenzellen, welche einander gegen-seitig ihre Reize znsenden, eine Vorstellung weckt immer die-selben Gesolgs-Vorstellungen und erscheint immer von ihnenbegleitet im Bewußtsein. Dieser Vorgang heißt Jdeen-Assoziation.

Es ist nicht Willkür noch Zusall, die bestimmen, welchen ,anderen Zellen eine erregte Zelle ihren Reiz gewohnheitsmäßigweitersendet, welche Begleitvorstellungen eine erweckte Vorstellungnach sich ins Bewußtsein zieht. Die Verknüpfung der Vor-stellungen steht vielmehr unter Gesetzen, die namentlich vonWundt gut zusammengefaßt worden sind.

Wer nicht gerade wie die unglückliche Laura Bridgman,die von allen Psychologen angeführt wird, blind und taub ge-boren ist, der wird niemals von einem äußern Reiz allein,sondern stets von vielen zugleich erregt. Jede einzelne Er-scheinung der Außenwelt hat in der Regel nicht blos eine

Eigenschaft, sondern deren mehrere, und da das, was wirEigenschaft nennen, die vorausgesetzte Ursache einer bestimmtenSinneserregung ist, so heißt das, daß die Erscheinungen sichgewöhnlich an mehrere Sinne zugleich wenden, daß sie gleich-zeitig gesehen, gehört, gefühlt, und zwar gleichzeitig in ver-

schiedener Lichtstärke und Färbung gesehen, in verschiedenerKlangfärbung gehört werden u. s. w. Die wenigen Er-

scheinungen, die blos eine Eigenschaft haben, also blos einenSinn erregen, z. B. der Donner, der, wenn auch in vielenAbstufungen, blos gehört wird, treten doch in Verbindungmit anderen Erscheinungen auf, etwa, um beim Donner zubleiben, zusammen mit bewölktem Himmel, mit Blitz, mitRegen. Unser Gehirn ist also gewohnt, von jeder Erscheinungzugleich mehrere Reize zu empfangen, die theils von den ver-schiedenen Eigenschaften der Erscheinung selbst, theils von dengewöhnlich mit ihr gleichzeitig auftretenden Erscheinungen her-rühren. Es genügt nun, daß ein einziger dieser Reize das

Nord au, Eutartung.