Druckschrift 
1 (1892)
Entstehung
Seite
61
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§in äs Liöcls.

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Leipzig. Nach kurzem Beisammensein mit den Bernfsgenossensucht er seinen Gasthof auf. Das ist ein mühseliges Geschäft,denn in den Straßen herrscht eine ägyptische Finsterniß, dienur in weiten Abständen von der rauchenden Flamme einerOellampe unterbrochen wird. Er findet endlich seine Wohnungund möchte Licht machen. Es gibt noch keine Streichhölzchen,er mnß sich also mit dem Feuerstein die Fingerspitzen wund-schlagen, bis er es schließlich fertig bringt, ein Talglicht anzu-stecken. Er erwartet einen Brief, der ist aber nicht eingetroffenund er kann ihn jetzt nicht früher als in einigen Tagen bekommen,denn die Post verkehrt nur zweimal in der Woche zwischenFrankfurt und Leipzig . . .^)

Doch es ist unnöthig, bis zum Jahre 1822 zurückzugehen,das Professor Hofmann gewählt hat. Verweilen wir zumVergleiche mit der Gegenwart beim Jahre 1840. DiesesJahr ist nicht willkürlich herausgegriffen. Es ist ungefähr derZeitpunkt, um welchen das Geschlecht geboren ist, welches dasEindringen der neuen Erfindungen in alle Verhältnisse miterlebt und die Wandlungen, die ihre Folge sind, am eigenenLeibe erfahren hat. Dieses Geschlecht regiert und verwaltetheute, es gibt allenthalben den Ton an und seine Söhne undTöchter sind die europäische und amerikanische Jugend, in welcherdie neuen ästhetischen Richtungen ihre fanatischen Anhängergewinnen. Sehen wir nun, wie es 1840 und ein halbes Jahr-hundert später in der gesitteten Welt zuging.^)

') Siehe außer Hofmanns Vortrag auch namentlich das vortrefflicheBuch:Eine deutsche Stadt vor 60 Jahren. Kulturgeschichtliche Skizzevon Or. Otto Bähr " 2. Aufl. Leipzig, 1891.

Um den Apparat der Fußnoten nicht zu schwerfällig zu machen,gebe ich hier an, daß die folgenden Zahlen theils Mittheilnngcn des HerrnJosef Körösi, theils einer bcmerkenswerthen Studie von Charles Richet:»Oan-, esnt ans», Lsvus soisntiügns, Jahrgänge 1891 und 92, undzum kleinern Theile Sonder-Veröffentlichungen (wie nLnnnairs äs ln