k'in äs Lisols.
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Publikums, namentlich in der Hysterie. Wir haben gesehen,daß Überempfänglichkeit für Suggestion das Kennzeichen derHysteriker ist. Dieselbe Macht der Zwangsvorstellung, mitwelcher der Entartete Nachahmer gewinnt, sammelt auch An-hänger um ihn. Wenn dem Hysteriker laut und unablässigversichert wird, daß ein Werk schön, tief, znknnftschwanger sei,so glaubt er daran. Er glaubt an Alles, was ihm eindring-lich genug suggerirt wird. Als die kleine Kuhmagd Bernadettedie Erscheinung der heiligen Jungfrau in der Grotte von Lourdessah, da glaubten die herbeiströmenden Betschwestern und männ-lichen Hysteriker der Umgegend dem halluzinirten Mädchen nichtetwa blos, daß es selbst die Erscheinung gesehen habe, sondernalle sahen mit ihren eigenen Angen die heilige Jungfrau.Goncourt I erzählt, daß l870 in Paris während des deutsch-französischen Krieges eine nach Zehntausenden zählende Menschen-menge in und vor dem Börsenpalaste überzeugt war, einTelegramm über französische Siege selbst gesehen, theilweisesogar selbst gelesen zu haben, das im Innern des Börsensaalesan einer Säule angeheftet sein sollte, auf das alle Leute mitdem Finger wiesen und das that sächlich nicht existirte. Mankönnte solche Beispiele, daß einer aufgeregten Menge Sinnes-täuschungen suggerirt wurden, zu Dutzenden anführen. DieHysteriker lassen sich also ohne Weiteres von der Herrlichkeiteines Werkes überzeugen und sie finden dann sogar darinSchönheiten höchster Art, an die sein Urheber und dessenbestellte Ruhmestrompeter selbst uoch gar nicht gedacht haben.Ist .die Sekte erst so weit ausgebaut, daß sie außer dem Stifterund den. Tempelpriestern, den bezahlten Sakristanen und Chor-knabenaanch eine Gemeinde, Umzüge mit Fahnen und Gesängenund weithin schallende Glocken hat, dann schließen sich ihr außerden Hysterikern, die sich den neuen Glauben suggeriren ließen,
') ckouruill des Ooneouiw, Ueuxiäiuö Löris. Ui'swisr voluws1870-71. kg.ris, 1890. S. 10.