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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
Entstehung
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Cap. 14.

und Schlußbemerbimgen.

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Herabsenkung der Augenlider oder Abwenden der Augen und desGesichts auszudriicken, als wenn die verachtete Person nicht wertliwäre, angesehen zu werden, wird wahrscheinlich nicht eher als ineiner viel späteren Periode erlangt worden sein.

Von allen Ausdrucksformen scheint das Erröthen die im aller-strengsten Sinne menschliche zu sein; und doch ist sie sämmtlichenoder nahezu sämmtlichen Rassen des Menschen eigen, mag nun irgendwelche Veränderung der Farbe auf der Haut dabei sichtbar sein odernicht. Hie Erschlaffung der kleinen Arterien der Hautfläche, vonwelcher das Erröthen abhängt, scheint an erster Stelle eine Folgedavon gewesen zu sein, daß ernste Aufmerksamkeit der Erscheinungunserer eigenen Person, besonders unseres Gesichts zugewendet wurde,wozu dann Gewohnheit, Vererbung und das leichte Strömen vonNervenkraft gewohnten Canälen entlang zur Unterstützung hinzu-getreten sind; später scheint es dann durch die Kraft der Associationauf die Form der Selbstbeachtung ausgedehnt worden zu sein, welchesich der moralischen Aufführung zuwendet. . Es kann kaum bezweifeltwerden, daß viele Thiere im Stande sind, schöne Farben und selbstFormen zu würdigen, wie es sich in der aufgewandten Mühe zeigt,mit welcher die Individuen des einen Geschlechts ihre Schönheit vordenen des andern Geschlechts entfalten. Es scheint aber nicht mög-lich zu sein, daß irgend ein Thier eher, als bis seine geistigen Fähig-keiten sich zu einem gleichen oder nahezu gleichen Grade mit denenden Menschen entwickelt hatten, seine eigene persönliche Erscheinungin nahen Betracht gezogen hätte und in Bezug auf dieselbe empfind-lich geworden wäre. Wir können daher wohl schließen, daß dasErröthen in unserer langen Uescendenzreihe erst in einer sehr spätenPeriode entstanden ist.

Aus den verschiedenen, eben erwähnten und im Verlaufe desvorliegenden Bandes mitgetheilten Thatsachen folgt, daß, wenn dieStructur unserer Respirations- und Circulationsorgane nur in einemunbedeutenden Grade von dem Zustande, in dem sie sich jetzt be-finden, abgewichen wäre, die meisten unserer Ausdrucksweisen wunder-bar verschieden geworden wären. Eine sehr geringe Veränderung imVerlaufe der Arterien und Venen, welche zum Kopfe gehen, würdees wahrscheinlich verhindert haben, daß sich das Blut während hef-tiger Exspirationen in unseren Augäpfeln anhäuft; denn dasselbe trittnur bei äußerst wenig Säugethieren ein. In diesem Falle würdenwir einige unserer characteristischsten Ausdrucksformen nicht dar-geboten haben. Wenn der Mensch mit Hülfe äußerer Kiemen Wasser