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Cap. 14.
Zusammenfassung
auch zum großen Tlieil unabhängig von der Gewohnheit. Die Er-fahrung lehrt, daß Nervenkraft erzeugt und frei gemacht wird, sobalddas Gehirn-Rückenmark-Nervensystem gereizt wird. Die Richtung,welche diese Nervenkraft einsclilägt, wird nothwendigerweise durchdie Verbindungsarten der Nervenzellen unter einander und mit ver-schiedenen Theilen des Körpers bestimmt. Es wird diese Richtungaber auch bedeutend durch Gewohnheit beeinflußt, insofern dieNervenkraft sich leicht in lange gewohnten Canälen fortpflanzt.
Die wahnsinnigen und sinnlosen Bewegungen eines wiithendenMenschen können zum Tlieil dem einer besondern Leitung erman-gelnden Ausflüsse von Nervenkraft und zum Theil der Gewohnheitzugeschrieben werden; denn es stellen dieselben häufig in einer unbe-;stimmten Art den Act des Schlagens dar. Sie gehen hierdurch indie unter unser erstes Princip fallenden Geberden über; so z. B.wenn ein unwilliger oder indignirter Mensch sich unbewußt in einezum Angriffe seines Gegners passende Stellung bringt, wenn schonohne irgend welche Absicht, einen wirklichen Angriff auszuführen.Wir sehen auch den Einfluß der Gewohnheit bei allen den Gemüths-bewegungen und Empfindungen, welche erregende genannt werden; siehaben nämlich diesen Charakter dadurch angenommen', daß sie ge-wöhnlich zu energischem Handeln geführt haben; eine jede Thätig-keit aber afficirt in einer indirecten Weise das Respirations- und Cir-culationssystem und das letztere wirkt wieder auf das Gehirn zurück.Sobald diese Gemüthsbewegungen oder Empfindungen selbst in unbe-deutendem Grade von uns gefühlt werden, wird, wenn dieselben auchzu dieser Zeit gar keine Anstrengung herbeiführen,, doch trotzdemunser ganzer Körper durch die Kraft der Gewohnheit und Associationmit erregt. Andere Gemüthserregungen und Empfindungen werdendeprimirende genannt, weil sie nicht gewöhnlich zu energischem Han-deln geführt haben, ausgenommen im ersten Beginne, wie bei äußer-stem Schmerz, Furcht oder Gram; zuletzt haben sie vollständige Er-schöpfung verursacht; sie werden in Folge hiervon hauptsächlichdurch negative Zeichen und allgemeine Abspannung ausgedrückt.Ferner gibt es noch andere Gemüthsbewegungen, wie die der Zunei-gung, welche gewöhnlich zu keiner Thätigkeit irgend welcher Artführen und folglich auch von keinen scharf ausgesprochenen äußerenZeichen dargestellt werden. Allerdings ruft die Zuneigung, insofernsie eine angenehme Empfindung ist, die gewöhnlichen Zeichen desVergnügens hervor.
Andererseits scheinen viele von den Wirkungen, welche in Folge