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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Ausdruck der frommen Ergebung und Andacht.

Cap. 8.

absorbirt wäre, daß er der Bewußtlosigkeit des Schlafes sich an-nähert, so ist die Bewegung wahrscheinlich eine oonventionelle dasResultat des gewöhnlichen Glaubens, daß der Himmel, die Quelle dergöttlichen Gewalt, zu der wir beten, über uns gelegen ist.

Eine demiithigende knieende Stellung mit erhobenen und in ein-ander gelegten Händen scheint uns in Folge langer Gewohnheit eineder frommen Ergebung so wohl entsprechende Geberde zu sein, da,ßman meinen könne, sie sei angeboren. Doch habe ich keinen einzigenBeweis hierfür von den verschiedenen außereuropäischen Menschen-rassen erhalten. Während der classischen Periode der römischen Ge-schichte war es nicht gebräuchlich, wie ich von einem ausgezeich-neten Kenner des classischen Alterthums höre, daß die Hände indieser Weise während des Gebets vereinigt wurden. Mr. HehslbighWedgwood hat allem Anscheine nach die richtige Erklärung gegeben 37 ,obsclion in ihr ausgedrückt wird, daß die Stellung eine der sclavi-schen Unterwürfigkeit ist.Wenn der Betende kniet und seine Händeerhoben hält mit aneinander gelegten Handflächen, so stellt er einenGefangenen dar, welcher die Vollständigkeit seiner Unterwerfung da- durch beweist, daß er seine Hände dem Sieger zum Binden darbietet.Es ist die bildliche. Darstellung des lateinischen dare manus, umdie Unterwürfigkeit zu bezeichnen. Es ist daher nicht wahrschein-lich, daß sowohl das Aufwenden der Airgen als auch das lneinander-legen der geöffneten Hände unter dem Einflüsse andächtiger Empfin-dungen angeborene oder wahrhaft ausdrucksvolle Handlungen sind,und dies hätte man auch kaum erwarten können. Denn es ist sehrzweifelhaft, ob Empfindungen, welche wir jetzt als andachtsvolle auf-fassen, die Herzen der Menschen bewegten, während sie in vergangenenZeiten sich noch in einem uncivilisirten Zustande befanden.

27 The Origin of .Language, 1866, p. 146. Mr. Tylor (Early History ofMankind, i. edit. 1870, p. 48) gibt einen complioirteren Ursprung für die. Stellungder Hände während des (tebets an.