Cap. 7.
Schräge Stellung der Augenbrauen.
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unter der Controle des Willens stellt als die anderen Muskeln ringsum das Auge. Er bemerkt, daß der junge Menscli, welcher so gutauf seine Gram-Muskeln, ebenso wie auf die meisten seiner übrigenGesichtsmuskeln wirken konnte, seine Pyramidenmuskeln nicht zu-sammenzielien konnte 0 . Es ist indessen ohne Zweifel diese Fähigkeitbei verschiedenen Personen verschieden. Der Pyramidenmuskel dientdazu, die Haut der Stirn zwischen den Augenbrauen, gleichzeitig mitderen inneren Enden, herabzuziehen. Die mittleren Bündel des Stirn-muskels sind die Antagonisten des Pyramidenmuskels; und wenn dieThätigkeit. des letztem besonders gehemmt wird, so müssen die mitt-leren Bündel jenes zusammengezogen werden. Wenn daher bei Per-sonen mit kräftigen Pyramidenmuskeln unter dem Einflüsse eineshellen Lichts ein unbewußtes Streben eintritt, das Herabsenken derAugenbrauen zu verhindern, so müssen die mittleren Bündel des Stirn-muskels in Thätigkeit gesetzt werden: und wenn deren Zusammen-ziehung hinreichend stark ist, die Pyramidenmuskeln zu überwältigen,so werden sie zusammen mit der Contraction der Augenbrauenrunzlerund der kreisförmigen Muskeln in der eben geschilderten Weise aufdie Augenbrauen und die Stirn wirken.
Wenn Kinder schreien oder in Weinen ausbrechen, so ziehen sie,wie wir wissen, die Kreismuskeln, die Augenbrauenrunzler und diePyramidenmuskeln zusammen, ursprünglich zum Zwecke, ihre Augenzusammenzudrücken und sie hierdurch vor einer Blutüberfüllung zuschützen, später dann aus Gewohnheit. Ich erwartete daher bei Kin-dern zu finden, daß, wenn sie versuchten entweder den Ausbruchdes im Anzuge begriffenen Weinens zu verhindern oder das Weinen zuunterdrücken, sie die Zusammenzieliung der obengenannten Muskelnin derselben Weise hemmen würden, wie wenn sie nach aufwärts inhelles Licht sehen, daß folglich häufig die mittleren Bündel des Stirn-muskels in Thätigkeit kommen würden. Demzufolge begann ich selbst,Kinder zu solchen Zeiten zu beobachten, und bat Andere, daruntermehrere Arzte, dasselbe zu thun. Es ist nothwendig, sorgfältig zubeobachten, da die eigenthümlich entgegengesetzte Wirkung dieserMuskeln bei Kindern nicht nahezu so deutlich ist wie bei Erwach-senen, weil bei ihnen die Stirn nicht so leicht gefaltet wird. Icherkannte aber bald, daß bei derartigen Gelegenheiten die Gram- 1Muskeln sehr häufig in sehr entschiedene Thätigkeit kamen. Eswürde überflüssig sein, hier sämmtliche Fälle anzuführen, welche be-
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