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Ausdruck des Kummers.
Cap. 7.
ordentlicher Geschwindigkeit anf einander los; dabei bemerkte ich,,daß, so oft die junge Dame besiegt wurde und ihre Worte nicht schnellgenug hervorbringen konnte, ihre Augenbrauen schräg nach oben ge-zogen wurden, wobei sich dann rechtwinklige’Furchen auf ihrer Stirnbildeten. Gewissermaßen hißte sie in dieser Weise jedesmal dieNothflagge; sie that dies ungefähr ein halbes Dutzend Mal im Laufeweniger Minuten. Ich machte weiter keine Bemerkung über die Sache ;bei einer andern Gelegenheit aber bat ich sie, ihre Gram-Muskeln inThätigkeit zu setzen; ein anderes junges Mädchen, welches dabei warund dies willkürlich thun konnte, zeigte ihr, was dadurch beabsich-tigt werde. Sie versuchte es nun wiederholt, doch mislang es ihrvollständig. Und dennoch war eine so unbedeutende Veranlassung zurTrauer, wie das Gefühl nicht im Stande zu sein schnell genug zusprechen, hinreichend, diese Muskeln immer und immer wieder inenergische Thätigkeit zu versetzen.
Der durch die Zusammenziehung der Gram-Muskeln hervorgerufeneAusdruck des Grams oder Kummers ist durchaus nicht auf Europäerbeschränkt, scheint vielmehr allen Menschenrassen gemeinsam zuzu-kommen. Ich habe wenigstens glaubwürdige Schilderungen erhalten,in Bezug auf das Vorkommen desselben bei den Hindus, den Dhangars(einem der ursprünglichen Bergstämme von Indien, folglich zu einerganz andern Rasse gehörig als die Hindus), den Malayen, Negern undAustraliern. Was die letzteren betrifft, so beantworteten zwei Beob-bachter meine Fragen bejahend, gehen aber in keine Einzelnheiten ein.Doch fügt Mr. Tap.lin meinen beschreibenden Bemerkungen die Wortehinzu: „dies ist genau zutreffend“. Was die Neger anlangt, so beob-achtete die Dame, welche Fba Angelico’s Gemälde gegen mich er-wähnte, einen Neger, welcher ein Boot auf dem Nil an einem Tauezog; als er auf ein Hindernis stieß, sah sie, wie seine Gram-Muskelnin heftige Thätigkeit versetzt und auf der Mitte der Stirn scharf aus-gesprochene Falten gebildet wurden. Mr. Geach beobachtete einenMalayen in Malacca, dessen Mundwinkel stark herabgezogen waren,,dessen Augenbrauen schräg standen und bei welchem kurze tiefe'Gruben auf der Stirn vorhanden waren. Dieser Ausdruck währte nureine kurze Zeit; Mr. Geach bemerkt dazu: „es war ein sehr fremd-„artiger Ausdruck, dem sehr ähnlich, welchen eine Person darbietet,„die über irgend einen schweren Verlust eben in Weinen ausbrechen.
>U.“ _
Die Eingebornen von Indien sind, wie Mr. H. Ebskine gefundenhat, mit dieser Ausdrucksform ganz gut bekannt; Mr. J. Scott, vom