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Ausdruck des Leidens.
Cap. G.
gekniffenes Aussehen der Nase beobachten, welches, wie IJr. Langstaffgegen mich bemerkt., Folge ihres beständigen Sclinüffelns und des da-von abhängigen Druckes der Atmosphäre auf beide Seiten ist. DerZweck dieser Zusammenziehung der Nasenlöcher bei Kindern, welcheSchnupfen haben oder während sie schreien, scheint der zu sein, dasHerabfließen des Schleimes und der Tliränen zu hemmen und dasAusströmmen dieser Flüssigkeiten über die Oberlippe zu verhindern.
Nach einem lang andauernden und heftigen Schreianfalle sinddie Kopfhaut, das Gesicht und die Augen geröthet in Folge davon,daß das Blut nun, wegen der heftigen exspiratorischen Anstrengungen,von dem Kopfe zurückzufließen verhindert wurde. Aber die Kötheder gereizten Augen ist hauptsächlich Folge des reichlichen Ergussesvon Thränen. Die verschiedenen Muskeln des Gesichts, welche starkzusammengezogen worden waren, zucken noch immer ein wenig, dieOberlippe ist noch etwas in die Höhe gezogen oder umgebogen 7 unddie Mundwinkel etwas nach abwärts gezogen. Ich habe es selbst ge-fühlt und es bei anderen erwachsenen Personen beobachtet, daß, wennThränen mit Schwierigkeit zurückgedrängt werden, wie beim Leseneiner tragischen Geschichte, es beinahe unmöglich ist, zu verhindern,daß die verschiedenen Muskeln, welche bei kleinen Kindern währendihrer Schreianfälle in heftige Thätigkeit versetzt werden, leicht zuckenoder zittern.
Kleine Kinder vergießen, so lange sie noch sehr jung sind, keineThränen oder weinen nicht, wie es Wärterinnen und Ärzten wohl-bekannt ist. Dieser Umstand ist nicht ausschließlich Folge davon,daß die Thränendriisen noch nicht fähig wären, Thränen abzusondern.Ich beobachtete diese Thatsache zuerst, als ich zufällig mit dem Auf-schläge meines Bockes das offene Auge eines meiner Kinder geriebenhatte, als es 77 Tage alt war. Dies verursachte ein reichliches Er-füllen des Auges mit Wasser, und obschon das Kind heftig schrie,blieb das andere Auge trocken oder wurde nur leicht mit Thränenunterlaufen. Ein ähnlicher unbedeutender Erguß trat zehn Tagefrüher in beiden Augen während eines Schreianfalles ein. Die Thränenliefen nicht über die Augenlider und die Backen bei diesem Kindeherab, als es im Alter von 122 Tagen heftig schrie. Dies trat zuerst17 Tage später ein im Alter von 139 Tagen. Einige wenige andereKinder sind für mich beobachtet worden; es stellte sich heraus, daßdie Periode, wo reichliches Weinen eintritt, sehr variabel zu sein
7 Dr. Duchenne macht diese Bemerkung, ebenda p. 39.