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Ausdrucksformen bei Thieren.
Cap. 5.
Ein ähnlicher Zusammenhang zwischen den Bewegungen desHintertlieils und des Schwanzes ist bei der Hyäne zu beobachten.Mr. Baktlett theilt mir mit, daß wenn zwei dieser Tliiere mit einanderkämpfen, sie gegenseitig sich der wunderbaren Gewalt des Gebissesdes andern bewußt und in Folge dessen äußerst vorsichtig sind. Siewissen recht gut. daß wenn eins ihrer Beine ergriffen würde, der Knochenim Augenblicke in Atome zermalmt werden würde. Sie nähern sichdaher einander knieend, wobei ihre Beine so viel wie möglich nachinnen gewendet sind und der ganze Körper gebogen, so daß er keinenirgendwie vorspringenden Punkt darbietet. Der Schwanz ist zu der-selben Zeit dicht zwischen die Beine eingezogen. In dieser Stellungnähern sie sich einander von der Seite oder selbst theilweise von hinten.Dies ist ferner auch bei Hirschen der Fall, von denen mehrere Spe-cies, wenn sie böse sind und kämpfen, ihre Schwänze einziehen. Wennein Pferd auf der Weide das Hintertheil eines andern im Spiele zubeißen versucht, oder wenn ein roher Bursche einen Esel von hintenschlägt, so wird das Hintertheil und der Schwanz eingezogen, obschones hier nicht so scheint, als würde dies nur deshalb gethan, um denSchwanz vor Beschädigung zu schützen. Wir haben auch das Um-gekehrte dieser Bewegungen schon gesehen. Denn wenn ein Thiermit hohen elastischen Schritten einhertrabt, so wird beinahe immerder Schwanz erhoben getragen.
Wie ich gesagt habe, hält ein. Hund, wenn er gejagt wird unddavon läuft, seine Ohren nach hinten gerichtet, aber immer offen;und dies wird offenbar gethan, um die Fußtritte seines Verfolgerszu hören. Aus Gewohnheit werden die Ohren häufig in dieser selbenStellung und der Schwanz eingezogen getragen, wenn die Gefahr offen-bar vor dem Hunde liegt. Ich habe wiederholt an einer furchtsamenPintscherhündin beobachtet, daß, wenn sie sich vor irgend einem vorihr befindlichen Gegenstände fürchtete, dessen Natur sie vollständigkannte, wo sie also nicht nöthig hatte, erst zu recognosciren, sie docheine lange Zeit ihre Ohren und ihren Schwanz in dieser Stellunghielt, ein wahres Abbild der Traurigkeit. Ungemüthlichkeit, ohneirgend welche Furcht, werden ähnlich ausgedrückt. So gieng icheines Tages aus dem Hause, gerade zu der Zeit, wo dieser Hundwußte, daß sein Mittagsbrod gebracht werden würde. Ich rief ihnnicht, aber er wünschte doch sehr, mich zu begleiten und gleichzeitigsehnte er sich nach seiner Mahlzeit; und da stand er da, zuerst nachder einen Richtung, dann nach der andern hinblickend, mit einge-zogenem Schwänze und die Ohren zurückgeschlagen, eine unverkenn-