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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
Entstehung
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Cap. 4.

Aufbliilien des Körpers.

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Gewohnheit- instinctiv wurden. Auf diese Weise dürften Handlungen,welche durch die Zusammenziehung willkürlicher Muskeln ausgeführtwurden, zu demselben speciellen Zwecke mit solchen, welche unwill-kürliche Muskeln ausführten, combinirt worden sein. Es ist sogarmöglich, daß Thiere, wenn sie erregt und sich undeutlich irgendeiner Veränderung im Zustande ihres Haarkleides bewußt sind, durchwiederholte Anstrengungen ihrer Aufmerksamkeit und ihres Willensauf dasselbe einwirken können; denn wir haben zu glauben Ursache,daß der Wille im Stande ist, in einer nicht bestimmten Art und Weisedie Thätigkeit einiger nicht gestreiften oder unwillkürlichen Muskelnzu beeinflussen, wie z. B. in Bezug auf die Periode der peristaltischenBewegungen des Darms und die Contraction der Blase. Auch dürfenwir die Rolle nicht übersehen, welche Abänderung und natürlicheZuchtwahl gespielt haben können; denn diejenigen Männchen, wel-chen es gelang, sich ihren Nebenbuhlern oder ihren anderen Feindengegenüber am furchtbarsten aussehend zu machen, wenn diese nichtvon ganz überwältigender Kraft gewesen sind, werden im Mittel mehrNachkommen hinterlassen haben, ihre characteristischen Eigenschaftenzu erben, was dieselben auch sein und wie sie zuerst erlangt seinmögen, als andere Männchen.

Das Aufblähen des Körpers und andere Mittel,beim Feinde Furcht zu erregen. Gewisse Amphibien undReptilien, welche entweder keine Stacheln zum Aufrichten oder keineMuskeln, durch welche jene aufgerichtet werden könnten, besitzen,vergrößern sich, wenn sie beunruhigt oder zornig werden, dadurch,daß sie Luft einathmcn. Daß dies bei Fröschen und Kröten derFall ist, ist allgemein bekannt, ln der Aesopischen Fabel vom Ochsenund dem Frosche läßt der Dichter das letztere Thier vor Eitelkeitund Neid sich soweit aufblasen, bis es platzt. Diese Handlungs-weise muß während der allerältesten Zeiten beobachtet worden sein,da, zufolge der Angabe des Mr. JIenslhigh "Wegdwood 21 das WortKröte in vielen europäischen Sprachen die Gewohnheit des An-schwellens ausdrückt. Es ist dies Schwellen bei einigen exotischenArten in den zoologischen Gärten beobachtet worden, und Dr. Gün-ther glaubt, daß es der ganzen Gruppe allgemein zukommt. NachAnalogie zu schließen, war der ursprüngliche Zweck wahrscheinlichder, einem Feinde gegenüber den Körper so groß und fürchterlich

21 Dictionary of Englisli Etymology, p. 403.