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.Mittel des Ausdrucks bei Thieren.
Cap. 4.
Zeit bemerkt hat. ß , der Laut bei erwachsenen Personen den Characterder Vocale 0 und A annimmt. während er bei Frauen und Kindernmehr den Character von E und I hat. Diese letzten beiden Yocal-laute haben, wie Helmholtz gezeigt hat, ilirer Natur gemäß einenhohem Ton, als die beiden ersteren; und doch drücken beide Tönedes Lachens in gleicher Weise Freude oder Vergnügen aus.
Bei Betrachtung der Art und Weise, in welcher Äußerungender Stimme eine Gemüthserregung ansdrücken, werden wir natur-gemäß darauf geführt, die Ursache dessen zu untersuchen, was manin der „Musik“ Ausdruck nennt. Mr. Litchfielu, welcher der Theorieder Musik lange Zeit seine Aufmerksamkeit gewidmet hat, ist sofreundlich gewesen, mir über diesen Gegenstand die folgenden Bemerk-ungen mitzutheilen: — „Die Frage, was das Wesen des musikalischen„.Ausdrucks“ sei, schließt eine Anzahl dunkler Punkte in sich, welche„soviel mir bekannt ist, nocli ungelöste Räthsel sind. Indessen muß„bis zu einem gewissen Punkte ein jedes Gesetz, welches in Bezug„auf den Ausdruck der Gemütliserregungen durch einfache Laute als„gültig erfunden worden ist, auch auf die höher entwickelte Aus-„drucksweise des Gesangs anwendbar sein, welcher ja als der ur-sprüngliche Typus jeder Musik angenommen werden kann. Ein großer„Theil der gemüthlichen Wirkung eines Gesanges hängt von dem Cha-„racter der Thätigkeit ab, durch welche die Töne hervorgebracht„werden. So hängt z. B. bei Gesängen, welche große Heftigkeit der„Leidenschaft ausdrücken, die Wirkung oft hauptsächlich von dem„kraftvollen Ausstößen einer oder zweier characteristischer Passagen„ab, welche bedeutende Anstrengung der Stimmkraft erfordern, und„es ist häufig zu beobachten, daß ein Gesang dieser Art seine ge-hörige Wirkung verfehlt, wenn er zwar von einer Stimme von hin-reichender Kraft und gehörigem Umfange, um die characteristischen„Passagen wiederzugeben, aber ohne große Anstrengung gesungen„wird. Dies ist ohne Zweifel der Schlüssel zu dem Geheimnis, warum„ein Lied so oft durch Transposition aus einer Tonart in die andere„seine Wirkung verliert. Es zeigt sich hieraus, daß die Wirkung„nicht bloß von den wirklichen Klängen selbst, sondern zum Theil„auch von der Natur der Thätigkeit abhängt, welche die Klänge her-„vorbringt. Es ist in der That offenbar, daß, sobald wir fühlen,„der ,Ausdruck“ eines Gesanges sei eine Folge seiner schnelleren oder„langsameren Bewegung, der Buhe seines Flusses, der Lautheit seiner
0 citirt von Gratiolet, De la Physionomie. 1865. p. 115.