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Mittel des Ausdrucks bei Tbieren.
Cap. 4.
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essanten Aufsätze über Musik erörtert worden 2 . Er zeigt deutlich,daß die Stimme unter verschiedenen Bedingungen sich bedeutend inder Lautheit und in der Qualität ändert, d. h. in der Resonanz undim Timbre, in der Höhe und den Intervallen. Es kann wohl Niemandeinen beredten Sprecher oder einen Prediger, dann einen Menschen, *der zornig einen andern anschreit, oder einen, welcher Erstaunen überEtwas ausdrückt, hören, ohne von der Wahrheit der Bemerkung Spex-ceb’s frappirt zu sein. Es ist merkwürdig, w’ie früh im Leben schondie Modulation der Stimme ausdrucksvoll wird. Bei einem meinerKinder bemerkte ich, ehe dasselbe zwei Jahre alt war, deutlich, daßdas „Hm“ der Zustimmung durch eine leichte Modulation stark empha- Jtisch gemacht wurde, während ein eigenthümlich winselndes Verneinen jeine obstinate Bestimmtheit ausdrückte. Mr. Spencer weist ferner Jnach, daß die Sprache unter Erregung des Gemüths in allen den ioben angeführten Beziehungen eine innige Verwandtschaft mitVocal- 4musik. und folglich auch mit Instrumentalmusik darbietet; und er \versucht die characteristischen Eigenschaften beider mit physiologischen 1
Gründen zu erklären, nämlich aus dem „allgemeinen Gesetze, daß f„eine Empfindung ein Reiz zur Muskelthätigkeit ist“. Man kann zu- .geben, daß die Stimme durch dies Gesetz beeinflußt wird: die Er- *klärung erscheint mir aber zu allgemein und zu vag, als daß sie auf i •die einzelnen Unterschiede, mit Ausnahme des der Lautheit, zwischendem gewöhnlichen Sprechen und dem Sprechen in gewissen Gemüths-erregungen oder dem Singen viel Licht werfen könnte.
Diese Bemerkung behält seine Gültigkeit, mögen wir annehmen,daß die verschiedenen Qualitäten der Stimme dadurch entstanden, jdaß unter der Erregung starker Gefühle gesprochen wurde und daßdiese Qualitäten später auf die Vocalmusik übertragen wurden, oder 1mögen wir der Ansicht sein, wie ich es bin, daß die Gewöhn-heit musikalische Laute auszustoßen zuerst als ein Mittel der Braut- tWerbung bei den frühen Urerzeugern des Menschen entwickelt und [hierdurch mit den stärksten Gemüthserregungen, deren sie fähig waren,associirt wurde, — nämlich mit glühender Liebe, Rivalität und Triumph.
Daß Thiere musikalische Töne hervorbringen, ist eine Jedermann ge-läufige Thatsache, wie wir es ja täglich im Gesang der Vögel hören, j 1Eine merkwürdigere Thatsache ist die, daß ein Affe, einer der Gib- ,bons, genau eine Octave musikalischer Töne hervorbringt, wobei er I ’
2 Essays, Scientific, Political and Speculative, 1858. Tlie Origin and Function 3of Mnsic, p. 359.