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Der Ausdruck der Gemüthsbewegungen bei dem Menschen und den Thieren
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Allgemeine Gesetze des Ausdrucks.

Cap. 1-

sie über cler Höhle tanzte, und dies veranlaßt den Wurm, an die(.Iberfläche zu kommen. Mr. Sr. John bemerkt nun, daß, wennseine zahmen Spießentenherankommen, um Futter zu bitten, sieden Boden in einer ungeduldigen und rapiden Weise schlagen 19 .Man kann dies daher beinahe als ihren Ausdruck für Hunger be-trachten. Mr. Babtlett tlieilt mir mit, daß wenn der Flamingo undder Kagu (EJdnochefus jubutus) gefüttert sein wollen, sie den Bodenin derselben merkwürdigen Art und Weise schlagen. So schlagenauch Eisvögel, wenn sie einen Fisch fangen, denselben stets so lange,bis er getödtet ist, und in den zoologischen Gärten schlagen sieimmer das rohe Fleisch, mit dem sie zuweilen gefüttert werden, ehesie es verschlingen.

Ich glaube, wir haben nun die Richtigkeit unseres ersten Prin-cips hinreichend erwiesen, nämlich, daß, wenn irgend eine Empfindung,Begierde, ein Unwillen u. s. w. während einer langen Reihe vonGenerationen zu irgend einer willkürlichen Bewegung geführt hat,dann eine Neigung zur Ausführung einer ähnlichen Bewegung beinahemit Sicherheit erregt werden wird, so oft dieselbe oder irgend eineanaloge oder associirte Empfindung u. s. f., wenn auch sehr schwach,erfahren wird, trotzdem, daß die Bewegung in diesem Falle nichtvon dem geringsten Nutzen sein kann. Derartige gewohnheitsgemäßeBewegungen werden häufig oder ganz allgemein vererbt, und dannsind sie nur wenig von Reflextliätigkeiten verschieden. Wenn wirvon den speciellen Ausdrucksformen bei dem Menschen handeln wer-den, wird der letzte Theil unseres ersten Grundsatzes, wie er zu An-fang dieses Capitels mitgetheilt wurde, sich als gültig heraussteilen,nämlich, daß, wenn durch Gewohnheit mit gewissen Seelenzuständen-associirte Bewegungen theilweise durch den "Willen unterdrückt wer-den, die im strengen Sinne unwillkürlichen Muskeln ebenso wie die-jenigen , welche am wenigsten unter der besonderen Controle desWillens stehen, noch immer geneigt sind, zu wirken; und derenThätigkeit ist dann häufig in hohem Grade ausdrucksvoll. Wenn um-gekehrt der W r ille zeitweise oder beständig geschwächt ist, so treten,die willkürlichen Muskeln gegen die unwillkürlichen zurück. WieSir Ch. Bell bemerkt 20 , ist es eine den Pathologen geläufige Tliat-sache,daß, wenn Schwäche in Folge einer Affection des Gehirns

19 s. die von diesem ausgezeichneten Beobachter gegebene Schilderung in:Wild Sports of the Highlands, 1846, p. 142.

20 Philosophical Transactions, 1823, p. 182.