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Allgemeine Gesetze des Ausdrucks.
Cap. 1.
liehe später als unter dieselben oder nahe analoge Gesichtspunktegehörig nachgewiesen werden dürften. Ich brauche kaum voraus-zuschicken, daß Bewegungen oder Veränderungen an jedem beliebigenTheile des Körpers in ganz gleichmäßiger Weise zum Ausdrucke be-nutzt werden können, so das Wedeln des Schwanzes bei dem Hunde,das Zuriicksclilagen der Ohren bei dem Pferde, das Zucken derSchultern oder die Erweiterung der Capillargefäße in der Haut beidem Menschen. Diese drei Principien sind nun die folgenden:
I. Das Princip zweckmäßiger associirter Gewohn-heiten. — Gewisse complicirte Handlungen sind unter gewissenSeelenzuständen von directem oder indirectem Nutzen, um gewisseEmpfindungen, Wünsche u. s. w. zu erleichtern oder zu befriedigen;und sobald nur immer derselbe Seelenzustand herbeigeführt wird, soschwach dies auch geschehen mag, so ist in Folge der Macht derGewohnheit und der Association eine Neigung vorhanden, dieselbenBewegungen auszuführen, wenn sie auch im gegebenen Falle nichtvon dem geringsten Nutzen sind. Einige in der Regel durch Ge-wohnheit mit gewissen Seelenzuständen associirte Handlungen könnentheilweise durch den Willen unterdrückt werden, und in derartigenFällen sind die Muskeln, welche am wenigsten unter der besondernControle des Willens stehen, diejenigen, welche am meisten geneigtsind, doch noch thätig zu werden und damit Bewegungen zu veran-lassen, welche wir als expressive anerkennen. In gewissen anderenFällen erfordert das Unterdrücken einer gewohnheitsgemäßen Be-wegung andere unbedeutende Bewegungen, und diese sind gleicher-weise ausdrucksvoll.
II. Das Princip des Gegensatzes. — Gewisse Seelenzuständeführen zu bestimmten gewohnheitsgemäßen Handlungen, welche, nachunserem ersten Princip, zweckmäßig sind. Wenn nun ein direct ent-gegengesetzter Seelenzustand herbeigeführt wird, so tritt eine sein-starke und unwillkürliche Neigung zur Ausführung von Bewegungeneiner direct entgegengesetzten Natur ein, wenn auch dieselben vonkeinem Nutzen sind, und derartige Bewegungen sind in manchenFällen äußerst ausdrucksvoll.
III. Das Princip, daß Handlungen durch die Con-stitution des Nervensystems verursacht werden, vomAnfang an unabhängig vom Willen und in einer gewissen
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