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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VH. Dreizehntes Hauptstück.

braucht ihn nur zu nehmen. Das ist ein guter Fang!"Der König ließ ihm antworten, solche Vorschläge passten zurUnterhandlung mit einem Contrebandicr; er hoffe, HerrRouille werbe lernen die Personen zu unterscheiden, mitdenen er verhandle'). Friedrichs Bündniß mit Frankreichlief im Juni des nächsten Jahres (1756) ab^). Es war dieFrage, ob es würde erneuert werden. König Georg wusstedas, und als ihm Maria Theresia sein geliebtes Kurfürsten-thum nicht schützen wollte, wendete er sich an Friedrich IILord Holdcrncß kam deshalb nach Berlin. Ungewiß,wie Friedrich seinen Antrag aufnehmen würde, ließ er durchden Herzog von Braunschwcig, des Königs Schwager, dieersten Vorschläge machen; anfangs, Deutschland allgemeinvor der Gefahr eines bevorstehenden Krieges zu schützen.Der König erwog, daß er Hannover würde angreifen müssen,und dann Krieg mit England, Rußland und Oesterreich ha-ben würde, wenn er sein Bündniß mit Frankreich erneuerte,daß er dagegen in ^Krieg mit Frankreich gerathen könne,wenn er sich mit England verbände. Es schien ihm aberwahrscheinlich, daß Frankreich keinen Krieg gegen das Reichanfangen würde, wenn Preussen mit England und durch die-ses mit Rußland verbunden wäre. Er hoffte zugleich sicher,daß in diesem Falle auch Maria Theresia in Frieden bleibe»werde, so viel Neigung sie auch haben möchte, Schlesienwieder zu erobern. Er bemühte sich aber doch vorher durcheinen Gesandten in Wien, v. Klinggräff und durch LordHoldcrncß über die Absichten Rußlands Gewißheit zu er-halten und zu erfahren, ob hier das englische oder das öster-reichische Interesse vorwalte. Klinggräff meinte, die Russenwären ein selbstsüchtiges und feiles Volk, und ohne Zweifelmehr für den, welcher sie kaufen, als für den, welcher ihnennichts geben könne. Maria Theresia habe oft kaum Geldzur Bestreitung ihrer eigenen Ausgaben, daher würden dieRussen fest an England halten, dessen großer Reichthum

1) Oeuvres V. IV. p. 28.

2) Oeuvre» 1'. IV. p. 29 Anmerkung 6.