Friedensabschluß.
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sterium; Beine ohne Kopf!" Valori hörte das; und wäh-rend sich Friedrich stolz über Oesterreich, hochmüthig und ver-achtungsvoll über Sachsen und Baiern, Schweden und Pfalz,gehässig über den König von England äußerte, sah er dochallein die Franzosen als seine Freunde an.') Die Frau vonPompadour belegte er mit einem Spottnamen und währendalle andern Gesandten ihr Besuche abstattcten, verbot er dasseinem Gesandten "). Wenn wir nur lesen, wie er sich inder Geschichte seiner Zeit über den „in Europa für schwachund schurkisch gehaltenen Fleury" äusserte, ferner über Lud- 1746.wig XV. und dessen Minister, über die Kaiserin Elisabeth,welche die Ausschweifungen der Wollust bis zur Lüdcrlichkeitgetrieben °), und daß dergleichen, wie sicher noch weit schärferemündliche Acusserungen den sie treffenden Personen nicht un-bekannt blieben, so können wir uns nicht wundern, daß dieseso mächtig in Rußland und Frankreich, sehr geneigt waren, sichernstlich am Könige zu rächen. Von dem wahren Interessedieser Staaten war dabei wesentlich nicht die Rede; diesewurden, so weit es nothwendig schien, leicht vorgeschützt,lediglich um der persönlichen Rachsucht derjenigen zu genügen,welchen die Kräfte des Staats als unumschränkten Gebieter-innen zu Gebote standen. Immerhin muß man den geist-reichen, witzigen Fürsten tadeln, daß er seine Zunge im In-teresse seines Staats nicht besser im Zaume halten konnte.Allerdings mochte es ihm unglaublich scheinen, daß er selbstdurch unüberlegte und beleidigende Aeufferungen über einzelnemächtige Personen ein gefährliches Ungewitter über sich undseinen eigenen Staat herbeiziehen würde; er mochte es fürunmöglich halten, daß die sittlich so hoch und rein dastehendeMaria Theresia nicht nur einer sittlich so verworfenen Frau,wie Elisabeth, sondern sogar einer verächtlichen Maitresse,wie der Pompadour würde die Hand bieten können, und daßdiese im Stande sein würde, die alte Politik Frankreichs voll-
1) Sein Bericht vom Oct. 1743 bei Raumer S. 102.
2) Preuß, I. S. 431 ff.
3) Ristoiee äe man temps cd. IV. p. 100 et 101.