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Buch Vll. Elftes Hauptstück.
dem Könige gehörige, von ihr aber eingczogene BaronieTurnhout in Brabant zurück. Beide Thcile verzichteten ge-genseitig auf alle Ansprüche, welche sie aneinander machenkönnten und crtheilten Vergessen und Vergebung allen Teil-nehmern am Kriege, entlicsscn unentgeltlich die gemachtenGefangenen, versprachen den Handel ihrer beiderseitigen Un-terthanen nicht zu hindern und gewährleisteten, die Kaiserindem Könige alle seine Länder, dieser der Kaiserin alle ihreStaaten in Deutschland. Der Kurfürst von Hannover, Sach-sen und von der Pfalz, sowie das Haus Hannover wurdenin den Frieden eingeschlossen. Der König erkannte die Gül-tigkeit der böhmischen Wahlstimme und den Gemahl der MariaTheresia, den Großherzog Franz als Kaiser an, der demKönige als Kurfürsten alle die Rechte und Vorzüge verleihen- sollte, welche die Kurhäuser Sachsen und Hannover erhaltenhatten und vom Kaiser Karl VII. dem Könige von Preussen1746 als Kurfürsten von Brandenburg bewilligt worden waren.
16. Sept. Der König von England erneuerte die GewährleistungSchlesiens und der Grafschaft Glatz an Preussen und versprach,IZ. Oct. die Generalftaatcn ebenfalls dazu zu bewegen. Friedrich nahmdas an und verpflichtete sich aufs Neue zur Erfüllung des neun-ten Artikels des hannöverschen Vertrags, die Bezahlung derauf Schlesien hypothecirten englischen Schuld betreffend ').
„Ich danke dem Himmel," sagte Friedrich zu dem Mi-nister Podewils auf dessen Anzeige vom Abschlüsse des Frie-dens, „für die gute Nachricht und hoffe, das Werk werde festund dauernd sein." Gleich am Tage des Friedensschlusses singen6. Jan. die Preussen an, Sachsen zu räumen und binnen 12 Tagenhatten sie es völlig verlassen. Allgemein rühmte man diegute Mannszucht, welche die Preussen beobachtet^). AlleRequisitionen hörten schon am 22. Deccmber auf und Gelder,Mannschaften und Pferde, welche seitdem, um an Preussenabgeliefert zu werden, schon auf dem Wege waren, wurdenzurückgegeben, ebenso auf Bcfchl des Königs 160,000 Thalcr,
1) Die Verträge bei Wcnck 1. H. x. 194—215.
2) Heldenleben III. S. I. Nur ein Bataillon blieb bei 2000 Ver-wundeten und Kranken in Meißen zurück.