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Die Sachsen angegriffen.
und seine Feinde zu Schanden zu machen. Der Prinz Leo-pold von Dessau hatte auf die Nachricht von dem Marschedes Herzogs Karl von Lothringen gegen Zittau und der An-legung von Magazinen in der Lausitz das preussische Heerbereits gegen Bober und Queis hin zusammengezogen. 1745
Der König ging ohne sich aufzuhalten zum Heere ab, lö.Nov.welches bald 40,000 Mann stark zwischen Löwenberg undBunzlau stand. „Adieu, mein lieber Graf," sagte er beimAbschiede zu Podewils, „nehm er Alles wohl in Acht undwenn mir ein Unglück begegnen sollte, so denke er, daß ereinen guten Freund verliert." Durch die Veränderung desPlans der Verbündeten gewann der Fürst Leopold von Dessaudie sehr nöthige Zeit, sein zerstreutes Heer zusammenzuziehen.
Der Herzog Karl konnte eben deshalb nicht auf Crossengehen, rückte aber bald in die Oberlausitz ein. Sein Vortrabging über Schönberg gegen Lauban vor. Er stand etwa 20. Nov.noch zwei Meilen von den Sachsen entfernt.
Sobald der König das erfahren, brach er schnell auf 22. Nov.um die zerstreuten Sachsen in ihren Quartieren zu überfallenund eine gute Ravage zu thun, wie er dem Fürsten Leopoldvon Dessau schrieb. Am folgenden Mittag ging er in vier 23. Nov.Kolonnen bei Naumburg über den Bober.
Unfern dieses Flusses in katholisch Hennendorf lag ge-wissermaßen als Vorhut der sächsische General Büchner mitzwei Bataillonen Fußvolks und drei Reiterregimentern, eineMeile hinter ihm stand das sächsische Hauptcorps. Auf dieNachricht von der Ankunft des Königs bei dem Heere zogBüchner ein Regiment Verstärkung an sich, schickte Patrouillenaus, welche nichts entdeckten, hielt das Gerücht für erdichtetund ließ statt aller Vorsichtsmaßregeln nur die drei Reiter-regimenter gesattelt bleiben. Eben hatte er sich am folgendenNachmittage zu Tische gesetzt, als ihm gegen vier Uhr derAnmarsch eines preussischen Reiterhaufens gemeldet wurde.
In dem Augenblicke griffen die ziethcnschen Husaren auchbereits an. Es kam bei dem tapfern Widerstande, welchendie obwohl überraschten doch auch zahlreichem Sachsen leisteten,in dem fast eine Stunde langen Dorfe zu einem äußerst hef-tigen Reitergefechte, während das sächsische Fußvolk ein Viereck