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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Buch VH. Elftes Hauptstück. i

durch die Lausitz verfolge, in einen Krieg mit Rußland ver-wickelt werde. Er ließ dem russischen Caldart durch Podewilsantworten, er sei berechtigt, seine Feinde überallhin zu ver-folgen, wo er sie finde. Sehr zufällig erhielt er bald diezuverlässige Nachricht von dem Entwürfe der Oesterreicherund Sachsen, ihn während des Winters anzugreifen.

Seit der Vermählung seiner Schwester Ulrike mit demschwedischen Thronfolger waren die Schweden gewissermaßenim preussischen Interesse. Wolfstierna, ihr Gesandter in Dres-den war in dem Hause des Grafen Brühl gern gesehen, er-1745 fuhr von dem unvorsichtigen Manne, was beabsichtigt wurde,

8. Nov. theilte es dem schwedischen Gesandten in Berlin und dieserdem Könige mit'). Brühl, der ganz natürlich auf den Königerbittert war, welcher ihn in seinem Manifeste geradezu einenVerräther genannt hatte, war der Urheber des Entwurfs,Friedrich ganz niederzudrücken. Den Plan zur Ausführunghatte Rutowski gemacht. Während die Preußen unbesorgtin den Winterquartieren lagen, sollten die 10,000 MannOesterreicher, welche unter General Grünne vom Rheine kamen,nach Leipzig gehen, sich dort mit den bereit gehaltenen Sachsen junter Rutowski vereinigen, das zerstreut in den Cantonirun-gen liegende Heer Leopolds von Dessau überfallen, zersprengen,oder auf Magdeburg werfen und in das offene Brandenbur-gische eindringen. Der Herzog Karl sollte zugleich mit demösterreichischen Heere aus Böhmen in die Lausitz einrückcn, ^weniger um ernstlich anzugreifen, als um das prcussische !Heer in Schlesien zu beschäftigen und den Einfall der Sachsen !zu decken. Noch war dieser Plan vom Herzoge Karl nicht !völlig angenommen, als Rußland erklärte, Schlesien, was es !nie förmlich gewährleistet, möchten die Sachsen angreifen.Elisabeth wolle sie dann schützen, wenn sie deshalb von Preussenangegriffen würden, nicht aber, wenn sie altbrandcnburgische sLänder angriffen. Deshalb musste der Plan geändert werden. !Gegen Leopold von Dessau sollte nur ein Beobachtungsheer !stehen bleiben, das sächsische Hauptheer aber mit dem Heeredes Herzogs Karl von Lothringen in der Lausitz vereinigt,

1) Ranke III. S. 317.