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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Friedrichs Festigkeit.

aufzugeben. Mein Entschluß ist gefasst, wenn wir uns schla-gen müssen, wollen wir es thun wie Verzweifelte. Das Spiel,das ich spiele, ist so hoch, daß man den Ausgang nicht mit kal-tem Blute ansehcn kann." Podewils erschrak, als Friedrich dievorläufige Anordnung traf, daß im Falle einer Gefahr fürBerlin die Landesbehörden und die Kostbarkeiten der Silber-kammer nach Magdeburg gebracht werden sollten. Eben dahinoder nach Stettin sollte sich die königliche Familie zurückziehen.Podewils hatte schon beim Beginne des Krieges den schlech-testen Ausgang gefürchtet und besorgt, die Periode des Fallesfür das Haus Brandenburg beginne, das schien sich nun zuerfüllen. „Ich begreife," schrieb Friedrich, „daß Ihr inBerlin unruhig werdet; ich habe das Meiste zu verlieren,doch bin ich ruhig und auf Alles vorbereitet. Wenn dieSachsen am Einfalle in Schlesien Theil nehmen und wir sieschlagen, so bin ich entschlossen, mich auf Sachsen zu stürzen.Für große Uebcl bedarf es großer Heilmittel. Entweder willich Alles behaupten oder Alles verlieren." Als er die Nach-richt von dem Frieden Baierns mit Oesterreich zu Füssen er-hielt, schrieb er: „Es ist geschehen,, was geschehen musste.Wenn alle meine Hülfsquellcn und Unterhandlungen versagen,alle Conjuncturen gegen mich ausfallen, so ziehe ich cs vor,unterzugehen mit Ehren, als ein rühmloses, des Ansehensberaubtes Leben zu führen. Unternimmt der Feind etwasgegen uns, so werden wir ihn besiegen oder wir werden unsAlle niedermetzeln lassen zum Heile des Vaterlandes und zumRuhme Brandenburgs. Welcher Schiffscapitain, nachdemalle Versuche sich zu retten vergeblich gewesen sind, hättenicht den Muth, die Pulverkammer in Brand zu stecken, umden Feind so wenigstens noch in seiner Erwartung zu täuschen.Eine Frau, die Königin von Ungarn, ist nicht ver-zweifelt, als die Feinde vor Wien, ihre besten Pro-vinzen besetzt waren! Sollten wir nicht den Muthdieser Frau haben? Noch haben wir keine Schlacht ver-loren, noch kann ein glücklicher Erfolg uns höher heben, alswir je gestanden. Ich bereite mich auf jedes Ereigniß, dasda kommen könnte, vor. Mag das Glück mir günstig seinoder ungünstig, das soll mich weder muthlos machen, nochStenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. IV. 16