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Buch VH. Elftes Hauptstück.
Sache machen würde'). Das englische Ministerium crwiederte,wer den Krieg angefangcn, müsse auch die Vorschläge zurGrundlage der Friedensverhandlung angeben ^). Es scheint,daß Friedrich darauf einging, daß Baiern völlig hcrgcstelltund Frankreich mit Hülfe Preussens gcnöthigt werde, die demReiche entrissenen Provinzen herauszugcben°). Maria Theresiawollte aber durchaus Schlesien wiedcrhabcn'). Ludwig XV.war über die Festnehmung seines Gesandten Bellc-Jsle sehraufgebracht. Man hatte Niemand, den man als Candidatenzur Kaiscrwürde dem Großherzoge von Toscana hätte entge-genstcllen können.
Es wurde daher noch ein Versuch gemacht, Sachsen zugewinnen. Der französische Gesandte Valori ging im Ein-verständnisse mit Friedrich nach Dresden, um dem KönigeAugust die Kaiserkrone und Subsidien für 60,000 Mann zubieten. Er hätte sich gewinnen lassen, allein er war durchBrühl mit zu dauerndem Widerwillen gegen Friedrich H. er-füllt, dem er durchaus mistraute und gewöhnlich seinen bösenNachbar nannte; endlich hatte er sich bereits in die Verbindungmit Oesterreich zu tief eingelassen °). Der Versuch Frankreichs,England zum Frieden zu bewegen, war ebenso vergeblich *).
1) Raumer S. 209.
2) Adelung IV. S. 324.
3) Es war das ein von England bei Lebzeiten des Kaisers gemach-ter Entwurf. Adelung IV. S. 319. Der König bezieht sich auf diedem Lord Harrington gemachten, nicht bekannten Vorschläge.
4) Raumer S. 211 vom >2. April.
5) Valori I. S. 211. Man sagte, Friedrich habe sogar demBrühl ein schlesisches Fürstenthum vergebens angeboten. Vergl. Ade-lung IV. S. 325. Anfänglich hatte Friedrich die Wegschickung Brühlsverlangt. Vlasssn V. p. 258. Die Bedingungen, unter denen Frank-reich den August zum Kaiser machen wollte, s. bei Vlasssn a- a. O.I>- 261. Schon daran, daß Friedrich II. Schlesien behalten sollte, zer-schlug sich Alles, obgleich Frankreich sehr viel bot und nachgab. DaßAugust am 26. März erklärt, er wolle die Kaiserwürde annehmen, wennFrankreich ihm die Mehrzahl der Kurstimmcn verschaffe, bezeugt dlo nillee,Ü-Iem. III. p. 395. Warum verlangte er nicht noch die Gewährleistungder deutschen Kaiserkrone von Frankreich!
6) Zm März. Raumer S. 212.