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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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freilich nicht Recht, daß Sachsen den Oestcrreichem Lundes-gemäß half, ohne sich mit ihm im Kriege zu befinden, wäh-rend er dem Kaiser als Bundesgenosse beistand, ohne füreinen kriegführenden Feind Oesterreichs gelten zu wollen.

So befand sich Friedrich bald in einer sehr üblen Lage.

Kaum hatte er sich zwei Tagemärsche von Prag entfernt, alsihm Batthyanys leichte Truppen alle Verbindungen mit dieserStadt unterbrachen. Dann rückte der Herzog von Lothringen aus 1744Breslau über Tauß in Böhmen ein und, vereinigt mit Bat- 2. Oct.thyany, 50,000 Mann stark im Rücken des rechten preussischenFlügels gegen die Moldau vor. Ohne eine Schlacht zu wagen,die der König wünschte, ließ der Herzog diesen durch zahl-reiche Haufen leichter Reiterei unter Nadasdi und Desöffivon allen Seiten umschwärmen, alle Verbindungen stören,alle Auskundschaftungen verhindern, alle Zufuhren hemmen.

Die katholische Geistlichkeit feuerte das Landvolk an, dasVieh in die Wälder zu treiben, die Lebensmittel zu verbergen,die Dörfer zu verlassen. Die gesammte Bevölkerung warden Preussen äusserst entgegen. Bald riß bei den durch dasHerbstwetter grundlosen Wegen Mangel an Lebensmittelnein'), häufige Desertion schwächte das durch die BesatzungPrags und 78000 Mann Besatzungen in kleinen Ortenohnehin schon an Zahl sehr verringerte prcussische E>eer. Dazukam Uneinigkeit zwischen dem Prinzen Leopold von Dessauund dem Marschall Schwerin'). Endlich rückten bei EgerAnf.Oct.20,000 Sachsen in Böhmen ein, um zu den Oesterreichernzu flössen. Vergeblich ging Friedrich dem Heere des Herzogsvon Lothringen über die Moldau entgegen, um es anzugreifenund zu schlagen. Die Oesterreicher bezogen vorsichtig ein

Lesczynski, den Schwiegervater Ludwigs XV. wieder auf den polnischenThron zu erheben. Adelung IV. S. 211 auch eine wohl nicht ernstlichgemeinte Drohung.

1) Histoire äs man tsmp» ck. X. p. 60 u. 68. Ranke lll.

S. 205. Die Verpflegung des preussischen HeereS kostete monatlich gegeneine halbe Million Thaler. Orlich II. S. 126 aus dem dessauer Ar-chiv, woraus das einzige Brauchbare stammt, was dieses für Geschichteder beiden ersten Kriege sonst fast unbrauchbare Werk enthält.

2) Li,t. äs mon tewp» cl>. X. p. 61. Illanvillou III. S. 217.

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