Einnahme Prags.
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Königin vertragen und die Franzosen wie im Jahre 1742verlassen'). Auch Hannover wurde nicht, wie doch mitFriedrich verabredet war, durch ein französisches Heer bedroht,angeblich, um nicht die Dänen und Russen in das Spiel zuziehen. Vergeblich drang der Graf Schmettau auf kräftigeVerfolgung der Oesterreicher, wenigstens, um sie zur Unter-stützung des Kaisers aus Baiern zu verjagen, vergeblich be-schwerte er sich bei dem Könige Ludwig über dessen Generale,diese blieben vor Freiburg liegen^).
Der fast verzweifelnde Kaiser sah, daß er der Spielballund das Werkzeug ehrgeiziger Mächte war und wollte sichselbst an die Spitze seines Heeres stellen, wodurch es ihmwenigstens gelang, feine Hauptstadt noch einmal wiederzusehen.Weiter that aber auch Seckendorf unter mancherlei Vorwändennichts gegen die Oesterreicher'). Sachsen, im Bunde mitOesterreich, gereizt von England und aufgebracht über denrücksichtslosen Durchmarsch der Preussen, hielt seine Truppenbereit, um sie zu den Oesterreichern stoffen zu lassen^). Frie-drich schrieb aufgebracht an Seckendorf: „Ich frage nicht mehrdanach, ob Kaiserliche oder Franzosen in der Welt sind. VonIhnen erwarte ich nichts^)." Er war schon wieder völligaus sich allein angewiesen. Anstatt jedoch Batthyany vondem Beraunflusse zu verjagen, sich des großen österreichischenMagazins in Pilsen und der Pässe Böhmens gegen die Ober-pfalz zu bemächtigen und dadurch dem Herzoge von Lothrin-gen das Einrücken in Böhmen und die Vereinigung mit denSachsen zu erschweren, wie Schwerin gerathen, oder doch
1) Adelung IV. S. 181. So rächte sich das Gethane schon!
2) Adelung IV. S. 182, 215, 225, 234. Koailles, lüsm. NI.p. 378, 385 u. 391 vertheidigt das Verfahren der Franzosen schwach.Schmcttaus Briefe an Friedrich N. mit Klagen über die Franzosenwurden von den Oesterreichern ausgefangen und gedruckt, was die Fran-zosen compromittirte. Schmettau wurde abberufen.
3) Adelung IV. S- 227 u. 242. Seckendorfs Leben II. S. 353.Der fränkische Kreis that, weil er österreichisch gesinnt war, nichts.
4) Genealogisch-Historische Nachrichten I-XXII. S. 105.
5) Seckendorfs Leben II. S. 353.
Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. IV. 15