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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Bund mit Frankreich und dem Kaiser. 213

letzten Schritten zu treiben. Ein entscheidendes Uebergewichtdurften die ihm abgeneigten Mächte nicht erhalten, Frankreichdurch seine Verluste nicht kleinmüthig und zu einem Friedengenöthigt werden, welcher für Friedrich H. höchst gefährlichwerden konnte. Er hielt sich durch den breslauer Friedendurchaus nicht mehr gesichert. Selbst daß sich die Königinim breslauer Frieden das oberschlesische Gebirge Vorbehalten,bestärkte ihn in seinem ohnehin regen Argwohne. SeinemGrundsätze getreu, zuvorzukommen, aber sich nicht zuvorkom-men zu lassen, erwog er Alles reiflich') und schritt zur That,als ihm endlich nichts übrig zu bleiben schien, als sich Frank- 1744reich wieder zuzuwenden, welches bereits mehrere vergebliche Febr.Schritte gcthan hatte, ihn für sich zu gewinnen^). Friedrich mis-trauete den Franzosen und hatte erwiedert, sie wollten nichtsund ihre Verbündeten sollten Alles thun. Auch der Kaiserhatte ihn dringend um Beistand ersucht °), während ihnGeorg II. vom Bunde mit Frankreich abzubringen suchte^).

Ludwig XV. hatte endlich Chavigny nach Berlin geschickt,um über ein Bündniß mehrerer Reichsfürsten, hauptsächlichPrcussens zur Unterstützung des Kaisers gegen Oesterreich unddessen Verbündete zu verhandeln. Friedrich wollte nichts vonder Aufnahme vieler kleiner Fürsten in das Bündniß wissen,weil sie nur zur Last wären und schlug, als er sah, daß esden Franzosen Ernst wäre, einen Bund zwischen Preussen,dem Kaiser, Kurpfalz und Hessen-Kassel vor. Zweck sollte

1) llistoirs äs man temps cd. IX. p. 31.

2) Valori I. 179, s. auch Ludwigs Schreiben vom 1. April 1713an Valori, daselbst II. S. 70. Friedrich II. fürchtete, Ludwig XV.werde ihn stecken lassen. Nach der Schlacht von Dettlingen im Juli1713 hatte Noailles bereits vorgeschlagen, im Reiche eine ansehnlichePartei für Frankreich zu bilden, vorzüglich Preussen zu gewinnen, derGeorgs II. steigendes Ansehen und die sich wiedererhebende Macht Oester-reichs ungern sehe. I^ouillss, IVlsmoiies x. 335.

3) Histoirs äs MSN temps cli. IX. p. 38. Seckendorfs Leben n.

S. 328.

1) Georg wollte Baiern an Oesterreich lassen, der Kaiser sollteElsaß und Lothringen als Königreich haben. Karl VH. lehnte das ab,verlangte aber 5,600,000 LivreS Unterhalt für sich und seinen verschwen-derischen Hof. tlouiUss III. 317.