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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Fortschritte der Oesterreicher.

struction, in welcher er bei infamer Cassation allen Ofsicierender Reiterei verbot: sich ihre Tage in keiner Action vom Feindeattaquiren zu lassen, vielmehr befahl, immer den Feind zu at-taquiren.

Auch für die Verwendung des noch sehr mangelhaftenGeschützwesens gab er bestimmte Anordnungen. Ein Giess-haus in Breslau wurde nach dem Muster des berliner Giess-hauses eingerichtet und die Werke der Festungen Glogau,Brieg, Neisse, Glatz und Kofel fast ganz neu angelegt. VieleTausende von Arbeitern wurden dabei beschäftigt (allein beiNeisse 7000) und der König unterrichtete sich sorgfältig überden Fortgang des Baues, der, obwohl damals noch weitvon seiner Vollendung, dennoch die Widerstandsfähigkeit jenerFestungen wesentlich vermehrt hatte.

Unablässig wurden die Regimenter in Uebung erhaltenund jährlich vom Könige gemustert. Innerhalb noch nichteines Monats hielt er von Küstrin bis Ratibor Heerschauüber 88 Bataillone und 153 Schwadronen, umfassendereUebungen größerer Heeresabtheilungen mit Beziehung auf diein den letzten Kriegen gemachten Erfahrungen wurden ange-stellt. Ueberall wachte das durchdringende Auge des Königs,unermüdlich trieb er an, belehrte, ermunterte, belohnte, ta-delte und strafte.

Gegen das Ende des Jahres 1743 wurde die Sprachezwischen den Höfen von Berlin und Wien immer gereizterund herber. Friedrich wollte den Kaiser erhalten, weil dasseine Ehre erforderte, indem er ihn mit auf den Thron er-hoben hatte, zunächst aber weil des Kaisers Untergang fürMaria Theresia, die er für seine Gegnerin halten musste, einSieg und hauptsächlich endlich, weil das für ihn, den Königvon Preussen, einer Niederlage gleich und er selbst das nächsteOpfer der Rachsucht und des Staatsinteresses des HausesOesterreich gewesen sein würde').

I) Das sieht auch Ranke HI. S. 108 sehr wohl ein.

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