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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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Die Heere in Mähren.

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Segur gezwungen worden waren, Linz zu räumen und überdie Fortschritte der Oesterreicher und Baiern, betrieb er umso thätiger das Vorrücken nach Mähren. Er deckte seine linkeSeite gegen Ungarn durch eine Heeresabtheilung, vereinigtesich, 15,000 Mann stark, mit den Sachsen und 5000 Fran-zosen unter Polastrom in der Nähe Brünns und rückte wäh-rend der rauhesten Jahreszeit, den Oesterreichern sehr uner-wartet, bis Jglau vor, von wo die Oesterreicher unter Lob-kowitz zurückgingen. Er zehrte das Land — Schlösser undDörfer plündernd — förmlich aus, um den Oesterreichern dieUnterhaltungsmittel zu entziehen, was aber den ihm nach-rückenden Sachsen zugleich sehr nachtheilig war'), welchenirgends Lebensmittel fanden und daher sehr unwillig wurden,und auch Brühl zum Vorwände diente, Friedrichs Unterneh-men nicht weiter zu unterstützen. Je mehr er daher dasVordringen beschleunigte, um so mehr zögerten die Sachsen, 1742und als sie nach Jglau gekommen waren, ließen sie sich nicht 17. Febr.bewegen, gegen die fortwährend zurückweichenden Oesterreicherweiter vorzurücken; ja, sie wollten auf einen von Broglioerwirkten Befehl ihres Kurfürsten völlig zurückkehren. Erstals Friedrich erklärte, er werde sich dann nach Schlesien zu-mckzichen und sich nicht mehr verbunden halten, dem Kurfür-sten Mähren zu verschaffen, blieben sie und rückten noch mitbis gegen Znaim vor. Von dort aus weiter in Oesterreicheinzudringen, waren sie nicht zu bewegen'). So lagen denndie Preussen links, die Sachsen rechts in Quartieren vonEöding an der March bis Znaim an der Taya hin, saugten

1) Er hatte zu Valori, als dieser ihn drängte, zur UnterstützungBaierns vorzurücken, gesagt: gut, allein in Mähren will ich nach Be-lieben schalten, Geld, Pferde und Rekruten und war mir gefällt, ohneWiderspruch nehmen (nämlich den Sachsen, denen es bestimmt war).

Valori I. p. 138. Auch Ranke II. S. -101 spricht gelegentlich vondm Gewaltthätigkeiten, welche das Volk auf das Aeusserste gebracht.

Bergl. IVlauvillon II. p. 63.

2) Sie hatten geheime Befehle. Friedrich II. sagt in seinem Unter-richte über die Kriegskunst, die Sachsen hätten als Verräther gehandelt,

«ai schon der Veteran Thl. I. S. 67 als zu scharf tadelte. Valor! I.k> 145 zeigt das allgemeine Mistrauen. Einer war wie der Andere.