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4 (1851) Von 1739 bis 1756
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173
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Friedrichs Bund mit Frankreich u. d. Kaiser. 173

Nur zu frühzeitig ging, was der König vorausgesehen,in Erfüllung. Während der Kurfürst von Baiern sich in 1741Böhmen huldigen ließ und dann nach Frankfurt ging, um 19. Dec.sich zum Kaiser wählen zu lassen, stand der Herzog Karl vonLothringen, welcher an seines Bruders, des Großherzogs,

Stelle den Oberbefehl übernommen hatte, in seinem festenLager bei Budweis und hielt die gegen ihn andringendcnVerbündeten in Schach. Zugleich rückte Khevenhillcr mit30,000 Mann gegen Oberöstcrreich vor, jagte die zerstreutenfeindlichen Truppen vor sich her, schloß die zurückgelassenenBaiern und Franzosen in Linz ein und nöthigte sie, nachtapferer Gegenwehr dasselbe am Tage nach der Kaiscrwahl 1742Karls VII. in Frankfurt, zu räumen, drang dann verheerend 24. Jan.in Baiern ein und der verwegene und rohe ParteigängerMenzel bemächtigte sich Münchens '). 13. F«br.

Der König von Sardinien wurde besorgt, als 15,000Spanier im Toskanischen landeten, sich dann verstärkten undmit den Neapolitanern vereinigt gegen Mailand vorrückten,auf welches er in einer gelehrten Deduction Ansprüche dar-gelcgt hatte. Er besorgte, bei der Habsucht seiner Verbünde-ten würde für ihn nichts übrig bleiben und verbündete sich,durch England dazu bewogen, gegen ihm gemachte Zusiche, I. Febr.rangen mit Maria Theresia zur Vertheidigung der Lombardei, 4744Parmas und Piacenzas ^). Um diese Zeit hatte sich Elisabeth 6. Dec.des russischen Thrones bemächtigt.

Friedrich war auf Alles aufmerksam. Er hatte mit denEinkünften, welche ihm Schlesien gewährt, sein Heer bisüber 100,000 Mann vermehrt ^). Er begriff, daß ohne einbaldiges kräftiges und vereintes Einschreiten Maria Theresiadas Feld um so eher behaupten würde, als sich der Sturz

April capitulirte der Commandant und am 28. April räumte er die Festung»nd zog mit der Besatzung nach Mähren.

1) Adelung III. S. IN. Mauvillon II. S. 36 u. 56.

2) Ohlenschlager III. S. 44. Adelung II. S. 538 und III.

S. 83. Als die Engländer sahen, daß der König von Sardinien Um-stände machte, segelte ihre Flotte ab und ließ die Spanier landen, dagab er nach. Der Vertrag bei Wenck 3?. I. p. 672.

3) Histoirs <jg mou temps cii. IV. p. 102.