Katholiken.
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preussischen Feldpredigers Abel an die neuen evangelischen Pre-diger, über welches sich die Katholiken als über einen Ein- 1741griff in ihre Rechte beschwerten, musste dieser zurücknehmen. Juni.Das Feldkriegscommissariat befahl den evangelischen Geist-lichen, innerhalb ihrer Schranken zu bleiben. Alles das konntewohl die gemäßigten Katholiken beruhigen, allein die eifrigennicht gewinnen. Von Oesterreich aus wurde dev Widerwillegegen Preussen natürlich so viel als möglich angeregt. Schonim Februar schrieb der Oberkanzlcr des Königreichs Böhmen,
Graf Kinsky, an den Commercienrath v. Förster in Breslau,lobte die Kaufmannsschaft, welche hätte österreichische Be-satzung einnehmcn wollen, und stellte vor, daß Preussen denNcutralitätsvcrtrag gebrochen. Jetzt zögen sich die öster-reichischen Truppen zur Befreiung Schlesiens und Breslauszusammen. Die Breslauer sollten die alte Treue zeigen; zu-gleich drohte er, wenn man preussische Truppen einnehmenwürde'). Der Geist der Widersetzlichkeit gegen die preussischenForderungen hatte sich, wie wir gesehen haben, bei dem Aus-schüsse der Stände sehr deutlich gezeigt. Der Cardinal-Bischofvon Breslau, welcher noch im Februar mehrmals an desKönigs Tafel gespeist hatte, wurde im März angeblich wegenseines Briefwechsels mit dem österreichischen Commandantcnvon Neisse oder als Repressalie wegen gefangengcsetzter preus-sischgesinnter Schlesier, nebst den Grafen Henkel, Rhcdern,
Berg, Hossonville und Pückler festgcnommcn und später unterlauten Schmähungen des Volkes nach Breslau gebracht').
Der Graf Proskau, Präsident der kaiserlichen Kammer inBreslau, begab sich auf sein Gut in der Nähe der Stadtund flüchtete dann nach Czenstochau. Drohungen gegen dieBreslauer wegen ihrer Parteinahme für Preussen wurden ver-breitet und reizten das Volk gegen Maria Theresia, weshalbder Magistrat das Schimpfen auf Fürsten und Geistliche ver-bieten musste. Mehrere Klöster, vorzüglich das der Jesuiten,
1) Gleichzeitige handschriftliche Nachricht. Der Cardinal-BischofGraf Sinzendorf wurde Ende März in Freienwalde festgenomme» und15. April mit 50 Mann Bedeckung nach Breslau gebracht, doch 18. Aprilmit dem Grafen Gruhl in Freiheit gesetzt.